Gewässerschutz als Herausforderung der Zukunft

Österreich hat in den letzten Jahren große Erfolge im Gewässerschutz erzielt. Neben der stark verbesserten Wasserqualität vieler Flüsse und Seen werden in Zukunft auch Maßnahmen zur Qualitätssteigerung des Grundwassers gesetzt.

Das Hauptproblem der heutigen Wasserversorgung ist die Sicherstellung der Qualität. Die Wasserversorgungsunternehmen stehen dabei vor immer neuen Aufgaben. Gründe dafür sind:

  • Immer stärkere Belastungen der Umwelt durch Chemikalien. Das betrifft auch den Wasserkreislauf
  • Unsachgemäße Düngung und Anwendung von Pflanzenschutzmitteln
  • Fehlende oder mangelhafte Abwasserbeseitigung
  • Immer höhere Anforderungen seitens des Gesetzgebers an die Wasserqualität

Aus diesen Gründen gibt es eine Verordnung zum Schutz des Grundwassers. Darin werden große Bereiche der Einzugsgebiete rund um die Wasserwerke zu Schutz- und Schongebieten erklärt. In diesen Gebieten sind bestimmte Verwendungen und Tätigkeiten verboten oder nur unter bestimmten Auflagen möglich.



 

Die Qualität des Wassers, das aus dem Untergrund gefördert wird, ist so gut, dass es die Holding Graz völlig natürlich an die Abnehmerinnen und Abnehmer abgeben kann. So liegen in den Wasserwerken Friesach, Andritz und im Hochschwabwasser Inhaltsstoffe wie Nitrat oder Pestizide deutlich unter den vorgeschriebenen Grenzwerten bzw. sind oft gar nicht sichtbar. Dank dieser Qualität ist die Aufbereitung, chemische Zusätze oder Desinfektion nicht notwendig.

 

Qualitätssicherung bedeutet für die Holding Graz, dass das Wasser streng überwacht und täglich untersucht wird. Dies geschieht im Vorfeld der Förderanlagen, in den Brunnen und im Verteilnetz.
 Zur Untersuchung des Wassers hat die Holding Graz ein modernst ausgerüstetes Labor, das seit 1992 auch eine staatlich autorisierte Untersuchungsanstalt ist. Neben der Eigenüberwachung ist das Wasserlabor der Holding Graz auch für andere tätig.
 

In den Schutz- und Schongebieten

Die Schutz- und Schongebiete befinden sich zum Schutz des Grundwassers in den Einzugsgebieten der Wasserwerke Friesach, Andritz, Feldkirchen sowie im Gebiet der Brunnen der Zentralwasserversorgung Hochschwab-Süd GesmbH.



 

Erstellung von Ansuchen um Stellungnahmen im Zuge von Bauverhandlungen oder Wasserrechtsverfahren in unseren Schutz- und Schongebieten richten Sie bitte samt Planunterlagen direkt an harald.schmoelzer(at)holding-graz.at oder franz.gundacker(at)holding-graz.at. Einen Überblick über die Wasserschutz- und Wasserschongebiete zeigt diese Karte:

Schongebietsverordnungen Holding Graz:

G1 Graz-Feldkirchen

G4 Graz-Andritz

G2 Graz-Friesach

Schongebietsverordnung WV Umland Graz:

G5 Kalsdorf

Im Bereich des Grundwassers

Die Grundwasserbeobachtung erfolgt bei zahlreichen Sonden und Hausbrunnen, die regelmäßig auf mögliche Schadstoffe (Schwermetalle, Chlorierte Kohlenwasserstoffe, Pestizide) untersucht werden.


Wir kontrollieren außerdem ständig die Grundwasseranreicherungsanlagen in Friesach und Andritz.

In unseren Förderbrunnen

Das Wasser wird wöchentlich chemisch und bakteriologisch untersucht. Ausgewählte Pegel im Einzugsgebiet der Brunnen werden sogar täglich untersucht.

In Hochbehältern und Rohrnetz

Auch hier ist bakteriologische Kontrolle notwendig. Das natürliche Lebensmittel Trinkwasser ist auch im Wasserleitungsnetz nicht unbegrenzt haltbar.
 All diese Kontrollen sind sehr aufwändig. Sie garantieren aber eine hohe Qualitätssicherheit. Dadurch kann auf jede Aufbereitung oder Desinfektion verzichtet werden.

Das Hygieneinstitut der Universität Graz

Unterstützt uns mit externen Kontrollen, der Grazer Bevölkerung einwandfreies Trinkwasser zu liefern.

So finden Sie uns

 

Holding Graz | Wasserwirtschaft
Wasserwerkgasse 9-11
8045 Graz
Tel: +43 316 887-7272
Fax: +43 316 887-7283

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