InteGRAZion: Graz hat ein neues buntes Gesicht
Zum heutigen Tag der Menschenrechte wurde von Kindern und Jugendlichen eine bunte interkulturelle Straßenbahn gestaltet. Dieses Zeichen gegen Intoleranz, Ausgrenzung und Rassismus wurde heute am Jakominiplatz eingeweiht.

- v.l.n.r.: Initiator Fred Ohenhen, Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl, Mag. Rober Reithofer (ISOP), LRin Dr. Bettina Vollath, DI Wolfgang Malik Foto: Stadt Graz / Foto Fischer
Graz wird bunter, Graz wird vielfältiger, Graz wird interkultureller.
Unter den derzeit in Graz lebenden 300.000 Menschen sind 160 Nationen mit 150 Sprachen vertreten. Die SchülerInnen der Meisterklasse der Ortweinschule, der Volksschule Triesterstraße, der Gibs Graz und die Kinder vom Kindergarten Himmelgrün haben gemeinsam unter der Projektleitung von Fred Ohenhen (Verein ISOP) eine bunte Straßenbahn mit vielen Gesichtern und neuen Straßennamen gestaltet. Und Integration hat hier einen neuen Namen: INTEGRAZION steht groß auf der Vorderseite.
Zeichen gegen Rassismus
Laut Bericht von Helping Hands nehmen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus wieder
stark zu. Zum heutigen Tag der Menschenrechte ist die Präsentation dieser
Straßenbahn ein wichtiges Zeichen gegen Ausgrenzung, Intoleranz und Rassismus.
Das Projekt „Graz ein buntes Gesicht geben“ wurde vom Verein ISOP gemeinsam mit
den Holding Graz Linien durchgeführt, unterstützt von der Stadt Graz und dem Land
Steiermark.
Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl erklärte auf die Frage, was seine wichtigste Aufgabe sei: „Für das friedliche Zusammenleben der Menschen aus 160 Nationen in Graz zu sorgen. In ca. 10 Jahren werden 75 Prozent der sieben Milliarden Menschen in Städten leben. Eine große Herausforderung, an der auch die Kinder von Anfang an teilhaben und mitmachen sollen“, so Nagl. Für Landesrätin Dr. Bettina Vollath ist Integration gelungen, wenn wir den Menschen die hier leben, auch eine Heimat geben können. Holding Graz‐Vorstand DI Wolfgang Malik verspricht, dass die neu gestaltete Straßenbahn mindestens ein Jahr auf den Graz Straßen unterwegs sein wird.
Text: Stadt Graz / Karin Beck
Fotos: Stadt Graz / Foto Fischer