Graz steigt aufs Strompedal

Graz steigt aufs Strompedal

"e-mobility Conference" & "expo" in der Stadthalle Graz

(c) Friedrich Jamnig - www.fotojamnig.at

"Wir brauchen ein völlig neues Denken bei der Mobilität", mit diesen Worten eröffnete Bundesminister Nikolaus Berlakovich heute die "e-mobility Conference" in der Grazer Stadthalle. Mit dabei waren an seiner Seite der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl, der steirische LH-Stellvertreter Siegfried Schrittwieser, die niederösterreichische Landesrätin Petra Bohuslav sowie Holding-Chef Wolfgang Malik.

250.000 E-Autos

Unter dem Motto "Ab in die Zukunft" tagen in der steirischen Landeshauptstadt zwei Tage lang 200 internationale ExpertInnen und EntscheidungsträgerInnen in Sachen Mobilität und Antriebstechnik. Berlakovich kündigte ehrgeizige Ziele an: "Unser Land muss energieautark werden und das heißt wir müssen unabhängig von Importen werden.

Um diesem Ziel näher zu kommen, wollen wir unter anderem bis zum Jahr 2020 insgesamt 250.000 E-Fahrzeuge in Österreich auf die Straße bringen", betonte er. In Österreich ist der Verkehr derzeit zu 95 Prozent von Erdöl abhängig â€“ und damit von Rohstoff-Importen abhängig. Positive Nebeneffekte durch eine Energiewende würden auf dem Arbeitsmarkt entstehen: "Wir können hier bis zu 15.000 neue green jobs schaffen", so der Bundesminister.

Steigendes Interesse

Die Murmetropole spielt als Modellregion in Sachen e-mobility eine große Rolle, und so findet auch diese Tagung bereits zum dritten Mal in Graz statt. "Unsere Stadt soll ein Kompetenzzentrum sein und eine Vorreiterrolle einnehmen", so der Grazer Bürgermeister.  Die Resonanz auf dieses Thema ist zunehmend positiv: "Das beruht nicht zuletzt auf der Tatsache, dass die Modellregion aktiv handelt und innovative und auch sehr günstige Angebote auf den Markt gebracht hat. Konrekt: mittlerweile ist es günstiger, ein E-Auto zu kaufen, als dasselbe Modell, wenn es mitkonventionellen Treibstoffen angetrieben wird", betonte Nagl.

Hingehen, ausprobieren

Wie funktionieren die neuen Fahrzeuge? Wie groß ist die Reichweite? Und was kosten sie? Fragen wie diese werden allen interessierten BesucherInnen noch bis morgen, 26. Jänner, in der Stadthalle beantwortet. Vor und in der Halle sind zahlreiche Fahrzeuge ausgestellt â€“ vom gemütlichen PKW bis hin zum Rennwagen. Besonders interessant dürften auch völlig neue Geräte wie beispielsweise der E-Roller sein: Die schnittige Alternative zu Fahrrad und Segway erreicht eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h und hat eine Reichweite von 20 Kilometern.



Fotos: APA/Friedrich Jamnig - www.fotojamnig.at, Helmut Lunghammer


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