Die Zukunft ist emissionsfrei!
"e-mobility Conference" am 25. und 26. Jänner 2012

- Startschuss für die e-mobility Conference 2012 im Rathaus. Foto: Stadt Graz/Fischer
Im kommenden Jänner wird Graz einmal mehr zur "Hauptstadt der Elektromobilität", wenn am 25. und 26. Jänner in der Grazer Stadthalle die große "e-mobility Conference 2012" über die Bühne geht.
Das Programm zu dieser Veranstaltung stellte Bürgermeister Siegfried Nagl heute gemeinsam mit Vertretern von vier Unternehmungen der Öffentlichkeit vor. "Diese Veranstaltung wird ein geballtes Treffen von Kompetenz sein, bei dem unter anderem auch die Frage e-Mobility versus Hybrid aufgeworfen wird", betonte Nagl. Schwerpunkte werden dabei unter anderem auch E-Nutzfahrzeuge und E-Mobilität im Tourismus sein, denn, so der Bürgermeister: "E-Mobilität ist für viele Unternehmungen eine große Chance, beispielsweise für Betriebe im Bergland, die damit ein völlig neues Angebot schaffen können." Für die Tagung werden Top-Referenten erwartet, beispielsweise Siegfried Wolf (Russian Machines), Martin Beermann (Joanneum Research) und Peter Martin (KTM-Technologies)
Kombination hat Zukunft

"E-Fahrzeuge zu bauen, das ist wie die Neuerfindung des Automobils", erklärte Frank Beste von der AVL List GmbH. Seit 20 Jahren befasst sich dieses renommierte Grazer Unternehmen mit der Entwicklung neuer Antriebstechniken. Die Zukunft liege in einer Kombination von E-Mobilität mit Verbrennungsmotoren, die wie ein Reservekanister funktionieren, schätzt der Experte. Diese Kombinationstechnik ermöglicht, die Vorteile der Elektromobilität mit einer hohen Reichweitensicherheit zu koppeln. Als ambitioniertes Ziel peilen die Fachleute für Österreich rund 200.000 E-Fahrzeuge bis zum Jahr 2020 an. "Das ist aber sicher nur dann möglich, wenn die Anforderungen an die Batterien auf ein Minimum reduziert werden", so Frank Beste.
Passender Sound

Die wirtschaftlichen Impulse, die von der neuen Technologie ausgehen, zeigen sich auch in einem anderen Bereich. Weil E-Fahrzeuge besonders in den unteren Geschwindigkeitsbereichen bis 50 km/h von anderen Verkehrsteilnehmern nicht oder nur schlecht gehört werden, stellen sie eine Sicherheitsgefahr dar. An der Beseitigung dieses Manko arbeitet derzeit die steirische Firma Remus, die den Fahrzeugen einen der Geschwindigkeit angemessenen Sound verpassen wird. Die Akustik soll dabei nicht nur möglichst echt klingen, sondern auch im möglichst geringen Schallpegelbereich angesiedelt sein, erklärte Roland Dopona.
Holding investiert im großen Stil

Was aber tut sich in Graz in Sachen E-Mobilität jetzt schon? "Wir investieren 4,7 Millionen Euro und setzen dabei auf drei Schwerpunkte", berichtete Wolfgang Malik, Geschäftsführer der Holding Graz. Zum einen wird ein Teil des eigenen Fuhrparks schrittweise durch E-Fahrzeuge ersetzt, zum zweiten werden Fotovoltaik-Ladestationen angeboten. Und des Weiteren planen die Verantwortlichen eine Tagung im kommenden Frühjahr für Architekten und Bauträger. Ziel: die optimale Versorgung von grünem Strom soll schon bei der Planung des Wohnumfeldes mitgedacht werden.
Dieses Konzept der "smart-city" ist auch Bürgermeister Nagl ein großes Anliegen: "Wir werden den Umstieg von Verbrennungsmotoren auf E-Mobility nur schaffen, wenn wir einerseits Anreize bieten, gleichzeitig aber auch Fahrbeschränkungen für bestimmte Fahrzeuge vorsehen." Angedacht sind beispielsweise neue Wohnsiedlungen, in die nur noch E-Fahrzeuge einfahren dürfen.
Emissionsfreie Zukunft
Auch die Abfallwirtschaft hat die neue Entwicklung im Auge, schließlich wollen Batterien auch fachgerecht entsorgt sein. "Wir haben derzeit einen Partnerschaftsvertrag mit der Uni Leoben und unser Ziel ist es, in den nächsten ein bis zwei Jahren ein vollständiges Recycling für diese Batterien im zentraleuropäischen Raum anzubieten", erklärte Hans Roth, CEO der Firma Saubermacher. Mit seinem Unternehmen unterstützt Roth die Entwicklung voll und ganz, denn: "E-Mobility nutzt Ressourcen einfach effizienter und muss gefördert werden. Unsere Chance liegt in einer emissionsfreien Zukunft."