Der Grazer Wasserkreislauf
In der Wasserwerkgasse 9 bis 11 in Andritz sind alle Tätigkeitsfelder der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung zu einem Kompetenzzentrum Wasserwirtschaft „zusammengeflossen“.
Von hier aus werden die GrazerInnen mit bestem und unbehandeltem Trinkwasser – vom hauseigenen Wasserlabor ständig überwacht - versorgt und die Sammlung, Ableitung und Reinigung der Abwässer im gesamten Stadtgebiet sichergestellt.
Um die hohe Versorgungssicherheit und Qualität zu erhalten, wird das 1.320 Kilometer lange Rohrnetz inklusive Hausanschlussleitungen laufend kontrolliert und vorbeugend erneuert. Um Kosten zu sparen und effizient zu arbeiten, kann die Hälfte der dafür notwendigen Investitionen mit anderen Infrastrukturunternehmen koordiniert und gemeinsam ausgeschrieben und abgewickelt werden.
Naturgemäß bedarf auch das derzeit 846 Kilometer lange Kanalnetz der Stadt Graz laufender Erweiterung und Sanierung. Aus gemeinsam mit der Technischen Universität Graz durchgeführten Untersuchungen ist der durchschlittliche Lebenszyklus und Sanierungsbedarf bekannt. Zur Aufrechterhaltung einer ordnungsgemäßen Abwasserentsorgung und zur Beseitigung von Umwelt-Gefahrenquellen wird der Kanal abschnittsweise in spiziert und werden danach Kanalsanierungskonzepte ausgearbeitet.. Dabei wird ein Großteil des Bauvolumens durch grabenlose Bauweisen umgesetzt.
Mit der Sammlung und Ableitung der Abwässer ist es aber natürlich nicht getan. Über zwei Hauptsammelkanäle links und rechts der Mur gelangt die trübe Fracht in die für die Abwässer von einer halben Million Menschen ausgerichtete Kläranlage der Stadt Graz in Gössendorf. Die Klärung erfolgt dort nach dem Selbstreinigungsprinzip natürlicher Gewässer mechanisch und biologisch und vor allem ohne chemische Zusätze, ehe das zu 98 Prozent geklärte Wasser wieder seinem natürlichen Kreislauf zugeführt und in die Mur eingeleitet wird.