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Bus­se: Bald bar­geld­lo­se Fahr­schein­au­to­ma­ten

Hand drückt auf Graz Linien Fahrscheinautomat in einer Straßenbahn
© Joel Kernasenko

Es ist ein lang und gut abgestimmter Schritt: Die seitens des Kontrollgremiums beschlossene Einführung der bargeldlosen Fahrscheinautomaten in den Grazer Bussen bringt gleichsam viele Vorteile für das Fahrpersonal, die Kund:innen und das Unternehmen. Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner: „Mit Beginn der Covid-19-Pandemie wurde der Verkauf der Tickets über das Buspersonal ja aus Hygiene- und Sicherheitsgründen eingestellt. Mit der jetzigen Entscheidung des Kontrollgremiums zum Kauf der bargeldlosen Fahrscheinautomaten in den Bussen der Graz Linien wird der Ticketkauf in Zukunft über eigene Automaten möglich sein. Dies führt zu einer weiteren Entlastung der Buslenker:innen und gleichzeitigen Erhöhung des Sicherheitsaspekts für Fahrer:innen und Fahrgäste.“

Fahrscheinautomaten in Bussen kommen Ende 2022

Fahrschein-Automaten sind also insofern wichtig und notwendig, als dass es den Sicherheitsbedürfnissen der Fahrer:innen entspricht und es mittlerweile europaweiter Trend ist, dass Fahrgäste in größeren Städten in den Fahrzeugen selbst bzw. an den Haltestellen ihre Tickets kaufen können. In allen Straßenbahnen der Graz Linien ist das schon seit 2010 möglich, nun werden auch die Busse bis Ende des Jahres mit Fahrscheinautomaten ausgestattet. Nach dem erfolgten Abschluss einer umfangreichen internationalen Markterkundung folgt nun eine Ausschreibung für einen Rahmenvertrag zur Anschaffung von rund 200 Stück bargeldloser Ticketautomaten. Geplant ist, dass diese Ticketautomaten im 4. Quartal in den 170 Bussen der Graz Linien zum Einsatz kommen bzw. in weiterer Folge dann auch in den neu anzuschaffenden Straßenbahnen.

Zahlreiche Vorteile für Unternehmen, Fahrpersonal und Fahrgäste

Betrachtet man die 10 Jahre Erfahrung des Ticketverkaufs in den Straßenbahnen, so bringt die Implementierung auch bei den Bussen zahlreiche Vorteile. Graz Linien erwarten eine erhöhte Pünktlichkeit aufgrund der wegfallenden Wartezeiten beim Einsteigen, was für einen stabileren Fahrplan sorgt. Darüber hinaus erhöht sich die Sicherheit im Fahrdienst, da möglichen Übergriffen auf das Fahrpersonal im Zuge des Fahrscheinverkaufs jede Grundlage genommen wird. Für das Personal fällt auch die Abrechnung bei Dienstschluss weg. Wirtschaftlich betrachtet werden die Reinvestitionen in die Fahrscheindrucker und zusätzlich Aufwandskosten für Wartung und Cash-Handling eingespart.

Fahrschein-Automaten werden also benötigt, sie sollen aber vor allem zukunftsorientiert sein. Holding Graz-CEO Wolfgang Malik und Vorstand Mark Perz: „Aus diesem Grund ist bei der Anschaffung die Entscheidung für das bargeldlose Bezahlen gefallen.“

Analoger Ticketverkauf an vielen Stellen ergänzt boomende „Graz Mobil“ App

Neben dem Online-Shop hat sich „GrazMobil“ gerade in den letzten beiden Jahren zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelt. So war 2021 mit mehr als 580.000 verkauften Online-Tickets das bis dato stärkste Verkaufsjahr seit Einführung der App im Juli 2018. Zum Vergleich: 2020 waren es 252.531 verkaufte Tickets, 2019 knapp 95.000 und 2018 noch 10.901 Tickets. Knapp eine Million Tickets gingen seit Einführung der Holding-App über den virtuellen Ladentisch. Mittlerweile kauft ein Fünftel der Fahrgäste die Tickets für Bus und Bim über die App. Zu den beliebtesten Öffi-Tickets zählen übrigens die Stundenkarte (hier wurden im Vorjahr 426.790 Stück verkauft), gefolgt von der 24-Stunden-Karte (127.466 verkaufte Stück 2021).

 

Schwentner: „Ich freue mich, dass das Angebot von den Öffi-Nutzer:innen so gut angenommen wird. Neben dem Ticketkauf können die Fahrgäste auch den intelligenten Routenplaner oder die Übersicht mit allen tim-Knoten nutzen. Seit heuer sind zudem alle Echtzeitdaten für Bim und Bus in der App abrufbar. Gemeinsam mit der Holding werden wir das digitale Service künftig – etwa in Hinblick auf den Verkauf der Jahreskarte über die App – noch erweitern.“

Wichtig ist Schwentner jedoch auch zu betonen, dass es im Grazer Stadtgebiet auch viele analoge Verkaufsstellen gibt: „Neben dem Mobilitäts- und Vertriebscenter in der Jakoministraße bieten rund 100 Trafiken Tickets an. Außerdem gibt es neben den Automaten in allen 85 Straßenbahnen der Graz Linien noch an 24 Haltestellen im Grazer Stadtgebiet fixe Automaten.“