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Blog: Let’s go – Chal­len­ge 7 Sum­mits er­le­digt

7 Summits
© Katharina Hofmann

Im Jahr 2021 soll Graz zur sportlichsten Stadt Österreichs werden. Damit das gelingt, wurde „Lets Go Graz“ ins Leben gerufen, um BürgerInnen aller Altersstufen und unterschiedlicher Fitnesslevel zum Mitmachen zu animieren. Eine der zahlreichen Herausforderungen dabei ist das Erklimmen der „7 Summits“ von Graz und Umgebung. Dabei kann man sich online, im Sportamt, der Holding Graz oder im Rathaus den Sammelpass holen. Bei jedem Zielpunkt wartet ein Stempel. Hat man alle gesammelt, kann man den Pass einsenden und bekommt eine Urkunde, sowie eine Wandernadel. Außerdem nimmt man an der Verlosung für 5×2 Übernachtung im Stubenberghaus teil.

7 Summits
© Katharina Hofmann

Für besonders Bewegungshungrige gibt es die „7 Summits extrem“- Variante. Hierbei versucht man, alle 7 Summits an einem Tag, ganz zu Fuß oder mit dem Rad zu erreichen. Dieser Challenge stellte ich mich: Rund 70 km und 2.500 Höhenmeter erwarteten mich.

1. Schöckl 

Der 1445 Meter hohe Gipfel des Grazer Hausbergs sollte zum ersten Ziel werden. Der Schöckl ist nicht nur für Wanderbegeisterte interessant. Paragleiter und Drachenflieger heben von hier aus ab, der Panorama-Rundweg und die Downhill- Strecke warten auf radbegeisterte Besucher. Für die kleinsten Abenteurer sind Hexenexpress und Motorikpark ein absolutes Ausflugshighlight.

Mehr zum umfassenden Freizeitangebot des Schöckls hier.

So halten wir den Grazer Hausberg gemeinsam sauber:

Nach 22km auf dem Fahrrad und einem Aufstieg von ungefähr 1,5 Stunden konnten wir unser Gipfelfrühstück kaum erwarten. Wichtig dabei: Jeder/ jede BesucherIn ist ein Stück mitverantwortlich, den Schöckl so schön sauber zu erhalten, wie er ist. Dazu beitragen kann man, indem man seinen Müll in den Abfallbehältern entsorgt. Sollten diese gefüllt sein, kann man seinen Müll ganz einfach bei der Talstation in die dafür vorgesehenen Container entsorgen. So bleibt unser Grazer Hausberg für Mensch und Tier sauber und (er)lebenswert.

Ich kann es kaum erwarten, bis am 19.5 der Alpengasthof wieder öffnen darf, der seine BesucherInnen mit einheimischen Spezialitäten verwöhnt. Zu einem frischen Apfelstrudel und einem Kaffee hätte ich nach unserem Aufstieg schließlich auch nicht nein gesagt. Immerhin: den ersten Stempel für unseren Sammel- Pass kann ich hier holen.

Übrigens: Wenn man sich die Strecke mit dem Fahrrad nicht zutraut und mit dem Auto anreist, steht eine große Parkfläche mit sehr vielen Parkplätzen,- direkt bei der Talstation der Seilbahn,- zur Verfügung.

2. Lustbühel (Satellitenstation)

20 Radkilometer zurück Richtung Graz erreichten wir den Lustbühel, einen 489m hohen Hügel bei Waltendorf. Vorbei an Schafen, Eseln und Pferden spazierten wir zum Observatorium Lustbühel. Dieses beherbergt seit 2013 ein 50cm- Cassegrain- Teleskop und- was für uns an diesem Tag weitaus spannender war- die zweite „Lets go Graz“ Tafel des Tages. Der zweite Stempel war unser.

3. Platte (Stephanienwarte)

Die „Platte“ ist eine Erhebung in Mariatrost, die am Gipfel ein 1ha großes Plateau bildet. In deren Mitte befindet sich die „Stephanienwarte“. Früher war die Warte eine Wetterstation, heute ist sie neben der Funktion als Umweltüberwachungsanlage, ein beliebtes Ausflugsziel. Wir genossen hier mit Panorama- Blick über Graz unsre Mittagsjause. Natürlich auch im Besitz des dritten Stempels. 

4. Fürstenstand

Für den vierten Stempel ging es auf zum Fürstenstand. So nennt sich der 754 Meter hohe Hauptgipfel des Plabutsch, welchen 1830 schon Erzherzog Johann mit seinem Bruder Kaiser Franz, dessen Gattin und dem Herzog von Reichenstatt erstieg.  (Der damals gesetzte „Fürstenstein“ erinnert noch heute an dieses Ereignis)

An der Spitze befindet sich ein Aussichtsturm, welcher bei schönem Wetter, einen einmaligen Rundumblick über Graz und die Weststeiermark bis nach Slowenien ermöglicht. Bald ist auch hier wieder für gute Verpflegung auf der Aussichtsterrasse des Bergheurigen gesorgt.

5. Buchkogel- Kronprinz Rudolf Warte

Zusammen mit dem Plabutsch bildet der Buchkogel den Plabutsch- Buchkogel- Zug, der das nördliche Grazer Feld im Westen begrenzt. Ein wenig versteckt zwischen den Bäumen findet man die Kronprinz Rudolf Warte. Nachdem wir den sechsten Stempel für unsren Wanderpass gesammelt hatten, erklommen wir die Wendeltreppe bis zum höchsten Punkt, um die volle Aussicht zu genießen. Spaziert man vom Buchkogel Richtung Osten, gelangt man zu Schloss und Kirche St. Martin, deren Umgebung sich auch für nette Spaziergänge eignet.

6. St. Johann und Paul

Folgt man dem nach Norden laufenden Kamm über den Buchkogelsattel, gelangt man zu einer römisch- katholischen Bergkirche. Hinter der Kirche gibt es eine wunderschöne Aussichtsplattform. Hölzerne Sonnenliegen und Bänke laden zu einer erholsamen Pause ein. Von hier aus kann man den Schloßberg und den Schöckl erkennen. Bei dem Blick über die weite Distanz zum Schöckl kann man sich kaum vorstellen, vor wenigen Stunden noch dort gewesen zu sein.

Zugegeben, beim Erreichen dieses Punktes und dem vorletzten Stempel, waren wir schon sehr erschöpft. Allerdings war es natürlich keine Option, so kurz vor dem siebten und letzten Stempel schlapp zu machen.

7. Schlossberg

Nach einem kurzen Zwischenstopp bei einem Kebab Verkäufer unseres Vertrauens, erreichten wir den Schlossberg. Eine fast filmreiche Szene: Das Abstempeln des letzten freien Feldes unseres Sammelpasses bei Sonnenuntergang.

Erschöpft, aber vor allem stolz auf die Leistung des Tages, kehrten wir wieder heim.

Resümee

Mit dem Rennrad erweisen sich manche strecken als schwierig, daher empfehle ich, sich die Routen vorab ein wenig anzusehen. Mit dem Mountainbike sollte man alle 7 Summits problemlos erreichen können. Ich kann allen, vor allem Menschen, die Herausforderungen lieben, diese Challenge nur ans Herz legen. Ob ganz zu Fuß, oder mit Rad, es ist eine tolle Möglichkeit sich körperlich zu fordern und dabei wunderschöne, eventuell neue Orte der Stadt Graz zu erkunden.

Die Highlights des Tages auf meinem Instagram Profil: Kathi.hfm

7 Summits
© Katharina Hofmann
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© Katharina Hofmann
7 Summits
© Katharina Hofmann
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