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End­hal­te­stel­le Linie 1 wird zu „Lebens(t)raum“

Nagl Wurzinger Tramway Museum Graz
© Stadt Graz/Foto Fischer

Die Weichen sind gestellt. Der Bereich der 1er-Endhaltestelle in Mariatrost wird zukünftig als neuer Lebensraum für alle ausgekleidet – für Sportbegeisterte, Ernährungsbewusste, Nostalgiker und Genießer.

Ein Areal mit Potenzial – am Fuße der Kirchbergstraße mit Blick auf die Basilika Mariatrost, direkt an der Endhaltestelle der Straßenbahnlinie 1, geben sich ab Herbst Stadt und Land ein Stelldichein.

Bürgermeister Siegfried Nagl haucht der Endhaltestelle in Mariatrost Leben ein: „Die Endhaltestelle Mariatrost, mit dem herrlichen Blick auf die Basilika, ist ein derzeit ungenütztes Juwel. In meiner Vorstellung war schon lange das Bild vom bunten Marktreiben in Verbindung mit Kulinarik, Naturraum, Spiel und Sport verankert. Die Gastro-Bim ist nur eines der Highlights dieses Gesamtkonzepts. Der Markt wurde ja bereits angekündigt. In wenigen Wochen trifft hier steirische Qualität vom Feld auf urbanes Lebensgefühl. Jeden Samstagvormittag wird bei der überdachten Fahrradstation ein Bauernmarkt Gusto auf mehr machen. Das ist aber erst der Beginn der Maßnahmen, wir haben hier fünf Projekte, die wir gemeinsam auf Schiene bringen. Das denkmalgeschützte Tramway Museum bildet eine unglaubliche Kulisse – künftig soll der Markt auf dem Vorplatz des Museums stattfinden und das Museum durch ein innovatives Nutzungskonzept, welches das Marktreiben integriert, wiederbelebt werden. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder, die in der Nähe ein Haus beziehen werden, Sportmöglichkeiten und der adaptierte Außenbereich sowie der angrenzende Erholungswald schaffen einen völlig neuen Lebensraum für Jung und Alt.“

Der Nutzen für die Bevölkerung vor Ort liegt auf der Hand, doch auch aus den anderen Bezirken lohnt sich ein Abstecher. Während sich etwa Eltern kulinarische Leckerbissen wie Krauthäuptel, frisch-saftig-steirische Äpfel, Käferbohnen, Kürbis, Bauernbrot und Co in den Einkaufskorb packen, kann sich der Nachwuchs beim Pumptrack oder den Sportflächen gleich nebenan austoben. Und wenn dann die Oldtimerstraßenbahn die Menschen aus dem Zentrum auf ein Einkaufserlebnis mit Frischegarantie vorbeibringt, sind Vergangenheit und Zukunft im Takt. Ruhesuchende können sich im naturnahen Erlebnisraum niederlassen und Kulinarik-Freunde werden durch ein feines Angebot bei der Gastro-Bim verwöhnt.

Das Tramway Museum soll revitalisiert und belebt werden. Zukünftig könnte man die Synergien des Museums mit einer Markthalle in Einklang bringen

Siegfried Nagl, Bürgermeister

Holding Graz-Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik freut sich über das gelungene Gesamtkonzept: „Mit der Rekultivierung der Grünflächen und Revitalisierung der Objekte im Bereich der Endhaltestelle Mariatrost entsteht tatsächlich ein neuer Naherholungsraum für Jung und Alt. Für die Pfadfinder schaffen wir dort einen idealen Treffpunkt oder Aufenthaltsort und mit der Attraktivierung des Tramway Museums sicher viel Begeisterung für unsere traditionellen Öffis.  Mit der direkten öffentlicher Anbindung passt dieses kleine Bezirkszentrums mit beliebten Marktstanderln gut in unser Konzept einer „Stadt der kurzen Wege“ mit außergewöhnlicher Lebensqualität.“

Bezirksvorsteher Erwin Wurzinger bedankt sich bei allen Beteiligten für ihre Unterstützung: „Mit der Attraktivierung der Flächen rund um die neu gestaltete Straßenbahnendstation Mariatrost in Form der Einrichtung eines Bauernmarktes, die Errichtung eines Pumptracks, Gebäudeadaptierung für die Pfadfinder samt neuen öffentlichen WC und einem Erholungswald entlang des Geh- und Radweges geht ein lang ersehnter Wunsch des Bezirkes in Erfüllung.“

Vorausgegangen ist diesen Plänen ein Masterplan, den das Architekturbüro Kampits & Gamerith ZT-GmbH im Auftrag der Stadtbaudirektion erstellt hat. Untersucht wurden fünf Örtlichkeiten in der Nähe, wobei sich für den Markt kurzfristig der Bereich bei den Fahrradabstellplätzen anbietet und in weiterer Folge eben jener vor dem Tramway Museum, der nach den Sanierungsarbeiten an den dortigen Gleisen adaptiert werden soll. Die Ständer in der jetzigen Fahrradstation werden adaptiert – sie werden mobil. Damit können die Räder während der Marktzeiten kurzfristig nebenan zwischengeparkt werden.

Das leerstehende Haus zwischen den Schienen, im südlichen Bereich der Umkehrschleife, wird saniert und den PfadfinderInnen zur Verfügung gestellt. Auch ein öffentliches WC wird in diesen Räumlichkeiten Platz finden.

Die Sportflächen werden durch einen Pumptrack erweitert – hier können Kinder, Jugendliche aber auch mutige Erwachsene ihre Geschicklichkeit am Mountainbike trainieren. Weiterführend ist auch ein Mountainbike Übungs-Trail in Verbindung mit einem waldpädagogischen Lehrpfad, der über Verhaltensregel im Wald aufklärt, in Ausarbeitung.

Für den wertvollen Grünraum zwischen den Sportflächen und der Endhaltestelle (östlich der Endhaltestelle) wurde eine Konzeptstudie vom Büro Planum Fallast Tischler & Partner GmbH erstellt. Das oberste Leitprinzip des Konzeptes ist die Erhaltung und Ehrung des natürlichen Charakters des Gebietes durch eine äußerst schonende Behandlung der Bodenverhältnisse und heimischen Pflanzen- und Baumarten. Der Charakter und die Funktion des Auwaldes als Wasserpuffer und Wasserspeicher bleiben erhalten. Am Rande entstehen einladende Sitzmöglichkeiten direkt an der Wasserfläche. Ein Holzsteg wird die unterschiedlichen Bereiche miteinander verbinden.

Hier geht es zu unserem Tramway Museum!

Tramway Museum Graz Endstation Linie 1
© Büro Kampits Gamerith
Tramway Museum Graz Endstation Linie 1
© Büro Kampits Gamerith
Tramway Museum Graz Endstation Linie 1
© Büro Planum/Fallast