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Städ­te star­ten wie­der durch

Austrian Road Map
© Holding Graz/Peer

​Vor zwei Jahren wurde die „Austrian Roadmap 2050“ als eine Plattform für führende Unternehmen und Institutionen der Mobilitäts- und Infrastruktur-Branche ins Leben gerufen. Ziel ist es, wesentliche Schwerpunkte für eine CO2-neutrale und menschengerechte Infrastruktur zu setzen. Beim Restart der „Austrian Roadmap 2050“ in Wien war nun auch Holding Graz-CEO Wolfgang Malik neben TeilnehmerInnen aus Linz und Wien mit dabei.

Malik sprach dabei über Erfolge der Holding Graz und Herausforderungen für die Zukunft.

CEO Malik zum Thema „tim“:

„Die Holding Graz setzt in ihrer Planung und Strategie auf das Konzept der ,Urban Mobility‘, welches die Dekarbonisierung, neue Ebenen für die städtische Mobilität und damit verbunden eine innovative Drohnenlogistik sowie das Carsharing umfasst. Gerade das in Graz entwickelte Carsharing-Modell ‚täglich. intelligent. mobil“‚– kurz: tim – wird auch überregional gerne übernommen und z.b. seit 2019 auch in Linz aufgebaut. Die Holding Graz und die Linz AG agieren dabei als Projektpartner. Die zentrale Idee hinter ,tim‘ ist jene, dass wir den Grazerinnen und Grazern damit die Möglichkeit bieten, jederzeit auch ohne eigenes Auto kostengünstig und mobil in der Stadt unterwegs zu sein. Wer beispielsweise kein eigenes Auto besitzt, aber trotzdem gelegentlich eines benötigt, den begleitet ,tim‘ unkompliziert durch den mobilen Alltag.“

CEO Malik zum Thema Mobilität:

„Der Zentralraum Graz wächst in den nächsten Jahren stark an. Laut einer Prognose der Landesstatistik wird allein die Landeshauptstadt Graz bis 2030 von heute 294.000 auf mehr als 321.000 EinwohnerInnen wachsen, bis 2050 soll Graz sogar um bis zu 77.000 EinwohnerInnen mehr haben. Für die Holding Graz bedeutet das neue Herausforderungen im Bereich der ,Virtuellen Mobilität‘ und der ,Realen Mobilität‘.“

Im Bereich der virtuellen Mobilität erwähnte Malik u. a. die Breitbandoffensive der Holding-Tochter Citycom oder die positiven Erfahrungen mit dem Thema Homeoffice, welches nun weitgehend Standard im Unternehmen werden soll.

Punkte beim Thema „reale Mobilität“ waren:

  • Die Optimierung der kommunalen Flotte und des Fahrzeugparks, indem z.B. alternative Antriebe eingeführt oder neue Konzepte zur Mehrfachnutzung verfügbar gemacht werden. Der Fuhrpark der Holding Graz soll künftig zu 100 % aus E-Fahrzeugen bestehen.
  • Innovative Nahverkehrskonzepte für die Stadt auf allen Ebenen, so auch unter der Erde in Form einer Metro für den Zentralraum Graz
  • Intelligentes Verkehrsmanagement, das z.B. mit optimierter Verkehrsleistung oder besserer Steuerung von Lichtsignalanlagen einen flüssigeren Verkehr mit weniger Verbrauch und Emissionen erreicht werden kann.
  • Autonome Mobilität: Neben dem Aufkommen neuer Beförderungssysteme wandelt sich mit der Entwicklung autonomer Transportmittel auch die Art und Weise der individuellen Fortbewegung. Ein autonom fahrendes Auto ermöglicht seinen Fahrzeuginsassen die freiwerdende Zeit effizient für andere Tätigkeiten zu nutzen.
  • Flughafen Graz als Mobilitätsdrehscheibe: Der Flughafen Graz entwickelt sich Schritt für Schritt zur Mobilitätsdrehscheibe. So steht z.b. seit 2019 Fluggästen und rund 900 Mitarbeitern ein eigener tim-Knoten zur Verfügung.

Themenkomplex „Mobilität, Ressourcen, Lebensraum und Kommunikation“

CEO Malik dazu: „Das sind vier große Themenbereiche, deren Auswirkungen auf Städte und Bewohner sich in den letzten Jahrzehnten in rasender Geschwindigkeit geändert haben und sich in den nächsten Jahrzehnten in einem noch schnelleren Tempo ändern werden. Fragen der Infrastruktur, der zukünftige Stadtentwicklung, des Umgangs mit Ressourcen, der neuen Mobilitätssysteme, der Energie und Kommunikation beschäftigen weltweit Stadtplaner, Wirtschaftstreibende, Kommunen und kommunale Dienstleister und stellen sie vor Fragen und Herausforderungen, die wohl nur gemeinsam und ohne Scheuklappen oder Kirchturmdenken zu lösen sind.

Für Graz als wachsende Stadt besteht die Aufgabe in den nächsten Jahren darin, weniger Ressourcen zu verbrauchen und Schadstoffemissionen zu reduzieren sowie bestehende Infrastrukturen und begrenzte Stadträume intelligent zu nutzen. Dabei wurden seitens der Holding Graz gemeinsam mit der Stadt Graz auf vielen Ebenen die Weichen gestellt, um Graz fit für diese enormen Herausforderungen der Zukunft zu machen. Der Weg ist dabei klar definiert: Es geht in Richtung einer smarten, ressourcenschonenden und zukunftsfähigen Stadt, die die Lebensqualität für die Menschen, die in ihr leben, nachhaltig sicherstellt.

Um diese Ziele auch mit einem technologischen Innovationsschub zu erreichen, hat die Holding Graz die traditionellen Verkehrsangebote ausgebaut und parallel über die eigene Projektgesellschaft MUM 2030+ die Machbarkeit ober- und unterirdischer Mobilitätslösungen untersucht, die eine völlig neue Dimension in der urbanen Mobilität ermöglichen sollen.

Über rein technologische Forschung hinausgehend entwickelt move2zero ein ganzheitliches Konzept für die vollständige Dekarbonisierung des städtischen Bussystems in Graz. Es werden Technologien in den Bereichen Energiespeicherung, Fahrzeuge und Infrastruktur eingesetzt und auf Reuse- und Recyclingfähigkeit sowie die Nachfrage und Bedürfnisse der NutzerInnen geachtet.

Auf technologischer Ebene werden im ersten Schritt 7 batterieelektrische und 7 Brennstoffzellen-Busse im Demonstrationsbetrieb getestet und der gesamte Lebenszyklus von Fahrzeugen und Infrastruktur analysiert. Auf der systemischen Ebene wird eine Ergänzung des Linienbetriebs durch On-Demand-Services betrachtet, dafür wird ein emissionsfreies Shuttle zwischen Flughafen Graz und ausgewählten Haltestellen getestet. Durch begleitende multidisziplinäre Forschung wird mit einem optimalen Mix von Technologien und Services der Weg zu einer emissionsfreien und bedarfsorientierten urbanen Mobilität geebnet.

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