Holding Graz Aufsichtsrat: nach wirtschaftlichem „lockdown“ ein strategisches „recovery“ über Investitionen mit Augenmaß

In der gestrigen Aufsichtsratssitzung der Holding Graz thematisierte der Vorstand die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Konzern und berichtete über Veränderungen und Schwerpunkte vieler Zukunftsbereiche. Das unter Einhaltung der Abstandsregeln nach langer Zeit wieder als Meeting einberufene Gremium fand am Flughafen Graz statt. An jenem Standort des Konzerns, der von den Corona-Einschränkungen enorm betroffen ist und mit der Konzernleitung intensiv an einem „recovery“-Kurs dieser bisher so erfolgreichen Drehscheibe für Wirtschaft, Tourismus und Mobilität arbeitet.

 

Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik: „Es zeigt sich in einer Krise einmal mehr, dass die Holding Graz im 60. Jahr ihres Bestehens und zum zehnten Jubiläum als Holding im „Haus Graz“ der verlässliche Garant für eine funktionierende Infrastruktur und Daseinsvorsorge in Graz ist. Unsere Maßnahmen der vergangenen Jahre zur Modernisierung des Stadtmanagements bewähren sich auch in Krisenzeiten. Mit den marktorientierten Beteiligungen befinden wir uns in einer angespannten Zeit. Wir konzentrieren uns vorzugsweise auf alle Maßnahmen, die aktuell vordringlich sind und vor allem besondere Beiträge zu einer gestaltbaren Zukunftsentwicklung darstellen.  Natürlich sind wir alle optimistisch, auch in den reduzierten Branchen bald wieder zum Normalbetrieb im Sinne einer neuen Normalität zurückkehren zu können. Unser Dank gilt unseren motivierten MitarbeiterInnen, die das Funktionieren des Stadt permanent gewährleisten, und vor allem auch unseren verständnisvollen und treuen KundInnen."

 

Task Force begleitet neue Priorisierung von Investitionen

 

Der Vorstand hat mit dem Management der Holding Graz eine Task Force „ECO“ eingerichtet. „Wir evaluieren mit allen Geschäftsführern und unserem Finanzmanagement nach dem schwierigen ersten Halbjahr sämtliche Investitionen. Die Projekte werden nochmals analysiert, verschoben oder vorgezogen - unsere Prioritäten werden in den Bereichen Umwelt, Mobilität und Digitalisierung gesetzt“, so Malik. Immerhin hat der Konzern bis Ende Mai trotz der Einschränkungen auf vielen Ebenen bereits € 85 Mio an Investitionen auf Schiene. Im Forecast 2020 werden es immerhin € 115 Mio sein - ein für den Konzern enormes Volumen, obwohl einige Projekte in die Folgejahre verschoben wurden. Wichtig zu betonen ist auch, dass die Investitionen der regionalen Wirtschaft zu Gute kommen und so regionale Arbeitsplätze sichern.

 

Vor allem arbeitet die Task Force im Sinne der Budgetkonsolidierung im „Haus Graz“ mit Hochdruck an einem adaptierten Wirtschaftsplan 2020 und einem Budget 2021 mit mittelfristiger Vorschau sowie einem Fokus auf die Förderprogramme des Bundes.

 

Branchenstrategien mit angepassten Strukturen 

 

In einem weiteren Punkt der Sitzung wurden die vom Vorstand vorgeschlagenen und aufgrund von COVID-19 in einigen Beteiligungen der Holding Graz doch verzögerten Bestellungen von Managementfunktionen bestätigt. Die auf Basis der im Konzern als Standard durchgeführten Ausschreibungen für operative Geschäftsführungen beim Flughafen Graz, bei Freizeit Graz und Schöcklseilbahn, bei den PPP-Modellgesellschaften Servus Abfall und Energie Graz sind nach dem Höhepunkt der Corona Krise nun tatsächlich ein wichtiger Faktor für den vom Vorstand eingeleiteten „Durchstartmanöver“ im Konzern.

 

Denn: manche Branchen und Organisationen des Konzerns haben aufgrund der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Gesundheitskrise und einer leider doch zu erwartenden Finanz- bzw. Wirtschaftskrise neue Rahmenbedingungen, die angepasste Geschäftsstrategien erfordern.

 

Das Konzernziel ist klar: Umsätze und Ergebnisse trotz der Entwicklungen dynamisch zu entwickeln, die erfolgreiche Modernisierung des Stadtmanagements in der neuen Arbeitswelt fortsetzen und marktorientierte kompetente Ressourcen und kundInnenorientierte Strukturen schaffen, die Synergiepotenziale aus der fokussierten Steuerung von Finanzen, Personal, Marketing und Vertrieb maximieren.

 

Dazu wird der Vorstand mit einem adaptierten Budget 2020 und einer neuen schwerpunktdefinierten Mittelfristplanung nach dem Sommer sowohl Aufsichtsrat als auch Eigentümer befassen. 




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