„Schafft Platz für den Öffi-Ausbau!“ Hier finden Sie alle Infos zum Bauprojekt „Maintenance Graz Linien“. Mit der neuen Werkstätten- und Remiseninfrastruktur entsteht am Areal der Steyrergasse eines der wichtigsten Ausbauprojekte der Holding Graz in den kommenden Jahrzehnten.

Die Graz Linien befördern Tag für Tag mehr als 300.000 Fahrgäste. Da die Zahl der umweltbewussten Öffi-Nutzer:innen auch in den nächsten Jahren weiter steigen wird, bauen Stadt Graz und Holding Graz den öffentlichen Verkehr und moderne Mobilitätsangebote ständig weiter aus. Das Öffi-Netz wird dadurch größer und die Taktung dichter. Dafür braucht es eine Reihe von Infrastrukturprojekten, wie den Ausbau am Standort Steyrergasse Süd.
Werkstätten und Remise Steyrergasse
Der Fuhrpark der Graz Linien wird erweitert und modernisiert. Zwischen der Steyrergasse und dem Schönaugürtel entsteht mit der neuen Werkstätten- und Remiseninfrastruktur eines der wichtigsten Ausbauprojekte der Holding Graz in den kommenden Jahrzehnten. Damit können die Straßenbahnen der Graz Linien dem Stand der Technik entsprechend und vor allem zentral gewartet werden. Zudem werden Altlasten saniert und das Dach für eine Photovoltaikanlage genutzt.
Maintenance Graz Linien
Für den weiteren Öffi-Ausbau und neue Straßenbahnen entsteht ein zusätzlicher Bedarf an baulicher Infrastruktur für Abstellung und Wartung. Die Bauarbeiten in der Steyrergasse sind Teil des Großprojekts „Maintenance Graz Linien“, das eine Kombination aus zukunftsweisendem Umweltprojekt und notwendiger Betriebserweiterung ist.
Der Zeitplan:
Durch die Anschaffung neuer, längerer Straßenbahnen (Foto unten) werden die bestehenden Werkstätten-Plätze zu klein.
Das Projekt Maintenance Graz Linien ist daher eine Kombination aus Umweltprojekt und notwendiger Betriebserweiterung. Durch die Umsetzung des Projekts und insbesondere den Umbau am Standort Steyrergasse können die Straßenbahnen der Graz Linien dem Stand der Technik entsprechend und vor allem zentral gewartet werden.
Straßenbahnen spielen eine wesentliche Rolle für den öffentlichen Verkehr, gerade in einer wachsenden Stadt wie Graz. Mit dem Umbau am Standort Steyrergasse schaffen Stadt Graz und Holding Graz die Voraussetzungen für einen funktionierenden öffentlichen Verkehr in den nächsten Jahren und Jahrzehnten.
Aktuell verfügen die Graz Linien über 85 Straßenbahnen. In Verbindung mit dem Ausbau der Remise 3 Alte Poststraße können in Summe bis zu 128 Straßenbahnen abgestellt und gewartet werden. Da die neuen Straßenbahnen länger sind, benötigen sie mehr Platz.
Investition in Umwelt- und Klimaschutz:
Der öffentliche Verkehr ist neben dem Radverkehr und dem Zufußgehen die klimaschonendste Möglichkeit, sich in der Stadt fortzubewegen.
Ab 2026 kommen die ersten der 15 neuen Straßenbahnen in Graz zum Einsatz, die u. a. im Rahmen der Innenstadtentlastung auf der neuen Strecke durch die Neutorgasse fahren werden. Sie bieten Platz für 200 Personen. Die Neutorlinie – Linie 16 und Linie 17 – ist ein Meilenstein im Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Graz. Um den Anforderungen des weiteren Ausbaus gerecht zu werden, wird am Areal der Steyrergasse entsprechend umgebaut.
Klimafitte Dachlandschaft:
Die geplante Photovoltaikanlage am Dach des Gebäudes unterstützt die Erreichung der Klimaziele in Graz.

Sanierung der Altlast aus dem historischen Stadtgaswerk (Zerstörung 1945) samt Bau der Tiefgarage:
Neubau einer Abstellhalle:
Neubau einer Betriebswerkstätte:
Erweiterung der Hauptwerkstätte:
Neubau von Büroarbeitsplätzen:
Nachhaltige Bauweise:
Sinnvolle Nutzung:
Beste Anbindung:
Um mit den Bauarbeiten am Areal Steyrergasse Süd beginnen zu können, muss die Materialorganisation der Holding Graz verlegt werden. Sie übersiedelt in die Auer-Welsbach-Gasse zum dort bereits bestehenden Lagerstandort. Da dieser die Anforderungen an eine zeitgemäße Materialwirtschaft nicht erfüllt, wird er saniert und teilweise neu gebaut.
3D-Video zum Projekt:
Schauen Sie sich ein informatives 3D-Video zum Projekt auf unserem YouTube-Kanal an.
Was sagen Expert:innen zum Projekt? Hier finden Sie laufend aktualisiert Links zu Videos auf YouTube rund um das Projekt.
Reinhard Pleyer, Abteilungsleiter der Materialorganisation der Holding Graz, erzählt über die derzeitigen und zukünftigen Material-Lagerkapazitäten.
DI Christian Zalaudek (GBG) zur Errichtung des Logistikzentrums in der Auer-Welsbach-Gasse:
Folder Maintenance Graz Linien (folgt in Kürze)
Mit dem englischen Begriff „Maintenance“ werden die Tätigkeiten der Funktionskontrolle, Wartung und Reparatur der Straßenbahnwagen zusammengefasst.
Der Straßenbahn-Fuhrpark der Graz Linien wird erweitert und modernisiert. Für die neuen Fahrzeuge ist auch eine neue, erweiterte Werkstätten- und Remiseninfrastruktur notwendig. Damit entsteht zwischen der Steyrergasse und dem Schönaugürtel eines der wichtigsten Ausbauprojekte der Holding Graz für die kommenden Jahrzehnte. Die Straßenbahnen der Graz Linien können dem Stand der Technik entsprechend und zentral abgestellt und gewartet werden. Zudem werden Altlasten (Bodenverunreinigungen aus den Jahren bis 1945) saniert und das Dach für eine Photovoltaikanlage genutzt.
Das Großprojekt „Maintenance Graz Linien“ ist eine Kombination aus zukunftsweisendem Umweltprojekt und notwendiger Betriebserweiterung und damit die Grundlage für den weiteren Ausbau des Straßenbahnnetzes in Graz. Neben der verbesserten Werkstätteninfrastruktur unterstützt die geplante Photovoltaikanlage am Dach des Gebäudes die Erreichung der Klimaziele in Graz.
Am Grundstück der Holding Graz zwischen Steyrergasse und Schönaugürtel wird von März 2026 bis Ende 2029 gebaut. Anschließend erfolgen die Inbetriebnahmephasen. Das neue Logistikzentrum in der Auer-Welsbach-Gasse wird zwischen Februar 2025 und Juni 2026 errichtet.
Die Anbindung des Areals und auch die Gleise in der Steyrergasse selbst werden saniert und erweitert, dies betrifft auch den Anschluss an die Gleisanlagen am Areal nördlich der Steyrergasse. Diese Arbeiten unterbinden eine Zeit lang das Ausfahren und Einziehen von Straßenbahnen, sodass nur jene für den Linienverkehr zur Verfügung stehen, die in der Remise Eggenberg abgestellt werden. Diese Zeitspanne wird in den Sommerferien (August 2026) liegen, damit Auswirkungen auf den Straßenbahnbetrieb so gering wie möglich gehalten werden.
Die neuen Betriebsanlagen erhalten auch einen Anschluss an die Linie 5 am Schönaugürtel. Hier wird es über die Dauer der Bauarbeiten für die Linie 5 einen Schienenersatzverkehr ab Jakominiplatz geben.
Die Kosten für das Projekt in der Steyrergasse betragen 213,1 Millionen Euro.
Die Gleisanlagen in der Steyrergasse werden im August 2026 getauscht. Im Sommer 2027 sowie 2028 erfolgen die Gleisanbindungen vom Schönaugürtel aufs Areal. Über die Verkehrsführung wird noch detailliert informiert.
Ja, wie bei jeder Baustelle lassen sich Lärmbelästigungen nicht vermeiden. Die Holding Graz ist aber bemüht, diese so gering als möglich zu halten.
Nachtarbeit erfolgt nur ausnahmsweise, wenn es unvermeidbar ist, beispielsweise bei Arbeiten an der Gleisanlage außerhalb der Betriebszeiten.
Ja, durch die neuen Gleise in der Steyrergasse und am Schönaugürtel werden ca. 16 Parkplätze am öffentlichen Gut entfallen. 15 davon am Schönaugürtel und 1 in der Steyrergasse.
Ja, durch das Projekt werden die Fahrbewegungen auf dem Betriebsgelände sowie an den Zufahrten in der Steyrergasse und am Schönaugürtel steigen. Jedoch ist der Anstieg des Verkehrs abhängig von den Erweiterungen des Straßenbahn-Liniennetzes und wird zu Beginn daher noch nicht das volle Ausmaß erreichen.
Wesentliche Teile der Gleisanlagen liegen innerhalb von Gebäuden, so dass es zu keiner Lärmabstrahlung kommen kann. Besonders sensible enge Gleisbögen werden mit örtlichen Schmieranlagen versehen, die das Quietschen auf ein Minimum reduzieren. Auch die Fahrzeuge selbst verfügen über Schmiereinrichtungen für die Räder, um eine Lärmabstrahlung vermeiden zu helfen.
Ja, es müssen mehrere Bäume gefällt werden, die genauen Zahlen stehen noch nicht fest. Es erfolgen Ersatzpflanzungen bzw. werden, wenn Ersatzpflanzungen nicht möglich sind, gemäß der Baumschutz-Verordnung der Stadt Graz Ersatzzahlungen geleistet.
Vor Baubeginn erfolgt eine Beweissicherung der angrenzenden Objekte durch einen Sachverständigen. Sollten durch die Baustelle Schäden an den bestehenden Altbauten versursacht werden, haftet dafür die Auftraggeberin Holding Graz.
Ja, wie bei jeder Baustelle lassen sich Staubbelästigungen nicht vermeiden. Die Holding Graz ist aber bemüht, diese so gering als möglich zu halten.
Während der Beseitigung der Boden-Verunreinigungen kann es vorübergehend zu Geruchsbelästigungen kommen. Die Holding Graz ist aber bemüht, diese so gering als möglich zu halten.
Ja, die neuen Gleise werden gemäß den entsprechenden Vorschriften und den Erfahrungen der Graz Linien bei den Neubaustrecken in den letzten Jahren mit Erschütterungsschutz ausgestattet. Da die erlaubten Fahrgeschwindigkeiten im Remisen- und Werkstättenbereich sehr niedrig sind – dies gilt auch für alle Weichenanlagen – ist mit nahezu keinen Beeinträchtigungen durch Erschütterungen zu rechnen.
Im April 1945 wurde das zwischen Steyrergasse und Schönaugürtel befindliche Stadtgaswerk durch Bombenabwürfe zerstört. Als Folge dieses Bombenangriffs gelangten in Großbehältern gelagerte Teerprodukte in den Untergrund. Erst 1999/2000 wurde im Zuge der Errichtung der Straßenbahnwerkstätte verunreinigter Boden vorgefunden und entsorgt. Bei weiteren Baumaßnahmen 2010 wurden abermals erhebliche Teerverunreinigungen abgepumpt bzw. zutage befördert und entsorgt.
Durch die Entfernung der hochkontaminierten Bereiche können keine Verunreinigungen in tieferliegende, wasserführende Schichten durchdringen,