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Fern­wär­me­of­fen­si­ve für Graz

Mit der Ausweitung der Fernwärmeanschlüsse von derzeit 75.000 auf 100.000 Haushalte bis 2025 soll die Grazer Luft weiter deutlich verbessert werden. Damit schafft Graz einen Quantensprung bei der Verbesserung seiner Luft- und Umweltqualität.

Wärmepumpe Marienhütte
© Energie Graz

Im Fokus sind vor allem belastete Gebiete

Ausgewählt wurden von der Stadtplanung und vom Umweltamt in Abstimmung mit der Abteilung 15 Energie, Wohnbau, Technik des Landes Steiermark und der Energie Graz Zonen, die tendenziell eine höhere Feinstaubbelastung aufweisen.

Auch die Strukturen der neuen Fernwärme-Anschlussareale sind unterschiedlich: In einigen von ihnen ist dichter Häuserbestand vorhanden, in dem umweltschädliche Heizungen nachgerüstet werden müssen. Andere wiederum weisen hauptsächlich Konversionsflächen auf, in denen einstige Industriegebiete zu Wohn- und Lebensräumen umgewandelt werden. Und auch neue Entwicklungsflächen sind in den gesetzlichen Fernwärme-Anschlussauftrag einbezogen – was bedeutet, dass hier die Pflicht zum Fernwärmeanschluss besteht. In der Praxis sind bei neu errichteten Wohneinheiten nur noch Fernwärmeheizungen zulässig.

  • Bürgermeister Mag. Siegfried Nagl:„Die Stadt Graz verfolgt das ehrgeizige Ziel, bis 2025 die Zahl der Fernwärmeanschlüsse in Graz von derzeit 75.000 auf 100.000 zu erhöhen: Das entspricht dann rund zwei Drittel aller Grazer Haushalte! Aus KundInnensicht sprechen vor allem drei Hauptkriterien für diese Wärmequelle: die garantierte Versorgungssicherheit, die Preisstabilität und die Bereitstellung von Wärme aus möglichst ökologischen Quellen.“
  • Für Umweltstadträtin Mag.a Judith Schwentner ist der Fernwärmeausbau das größte und erfolgreichste Klimaschutzprojekt der Stadt Graz.

Energie Graz mit Millionen-Investitionen

Die Energie Graz, die die Nachhaltigkeitsziele der Stadt Graz stets unterstützt, hat Großes vor. Nachdem schon 2019 rund 31 Millionen Euro in die Energieversorgung der Stadt investiert wurden, wird jetzt an dem gemeinsamen Ziel mitgearbeitet, den Anteil der Alternativenergie an der Fernwärmeversorgung auf 50 Prozent zu steigern, gaben die beiden Geschäftsführer MMag. Werner Ressi und DI Boris Papousek bekannt.

Die Energie Graz sichert nicht nur die Wärmeversorgung der Stadt Graz, sondern kümmert sich zusätzlich um die Erreichung der Energie- und Umweltziele. Die Fernwärme ist ein ressourcenschonender und emissionsfreier Energieträger. Die Wärme stammt aus hocheffizienten Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen und modernsten Spitzenlastkesseln im Großraum Graz sowie aus industrieller Abwärme und aus thermosolaren Großanlagen.

Für die nächsten fünf Jahre sind weitere knapp 70 Millionen Euro an Investitionen in den Fernwärmeausbau und in alternative Versorgungsanlagen vorgesehen. Damit beläuft sich die investierte Gesamtsumme für Fernwärme von 2007 bis 2024 auf rund 200 Millionen Euro.

Ausbau und Verdichtung

Das Leitungsnetz wird vor allem in Liebenau, Straßgang und im entstehenden Stadtteil Reininghaus ausgebaut. Wer im Rahmen der Wohnungsverdichtung auf eine neue Fernwärmeheizung umstellt, zahlt in den ersten beiden Jahren jeweils nur die halben Heizkosten. Diese Aktion der Energie Graz wird im Direktvertrieb in Kooperation mit den Hausverwaltungen durchgeführt.