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Die Ge­schich­te von „tim“

Hier erfahren Sie, wie unser innovatives und nachhaltiges Mobilitätsangebot entstanden ist.

tim Hasnerplatz
© Holding Graz/Lupi Spuma

Alles begann mit „KombiMo II“

Eine wichtige Herausforderung für die Graz Linien war es und ist es, die Mobilitätsbedürfnisse ihrer Kund:innen durch möglichst umwelt- und ressourcenschonende sowie leistbare und attraktive Angebote abzudecken.

Das Projektziel von KombiMo II bestand darin, an einem sogenannten Multimodalen Knoten, den Öffentlichen Verkehr mit Carsharing und e-Taxi sowie weiteren Mobilitätsdienstleistungen zu verknüpfen und so in einem ersten Schritt GrazerInnen die Möglichkeit zu bieten, ihre Mobilitätsbedürfnisse umfassend zu kombinieren und abzudecken, ohne ein eigenes Auto besitzen zu müssen.

So etablierte die Holding Graz mit den Graz Linien im Rahmen des Projektes KombiMo II von 2016 bis 2018 gemeinsam mit ProjektpartnerInnen aus der Wirtschaft anfangs fünf Multimodale Knoten in Graz.

tim Kreislauf
© achtzigzehn

Das Konsortium für KombiMo II zeichnete sich dadurch aus, dass die Holding Graz mit den Graz Linien als kommunaler Verkehrsdienstleister und Leadpartner gemeinsam mit dem größten Energieversorger in Graz, der Energie Graz GmbH & Co KG das Potential hatte, die Projektziele erfolgreich umzusetzen und in den langfristigen Regelbetrieb zu übernehmen. Durch die Wirtschaftskammer Steiermark als Projektpartner wurde die Umsetzung der e-Taxi-Ziele sichergestellt. Die Beteiligung der Stadt Graz zeigt die langfristige Absicht, dieses Modell umzusetzen bzw. auch zu erweitern und unterstreicht die Einbindung der Multimodalen Knoten in die mittel- und langfristigen Strategien der Stadt Graz. Um das Demonstrationsprojekt erfolgreich in einen Regelbetrieb überzuführen zu können und auch die tatsächlichen Umwelteffekte zu evaluieren, wurde das Projekt von weiteren Partnerorganisationen wie der Quintessenz Organisationsberatung GmbH, dem IBV Fallast Ingenieurbüro für Verkehrswesen, der Technischen Universität Graz und der Fachhochschule Joanneum wissenschaftlich begleitet.

Das damalige Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) trat als Fördergeber auf und wickelte das Projekt mit der Holding Graz über die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH – (SCHIG) ab. Der Kostenaufwand für das Gesamtprojekt betrug rund 6,1 Millionen Euro und wurde mit 2,3 Millionen Euro gefördert.

Mit der Projektumsetzung wurde insgesamt die Aufenthaltsqualität in Graz gesteigert. Gewerbe-treibende im urbanen Umfeld profitieren von der Belebung der Umgebung rund um die tim-Standorte und haben nun die Möglichkeit neue Kund:innen zu gewinnen. Darüber hinaus können sie die Angebote an den tim-Mobilitätsknoten für ihre Service-/Zustelltätigkeiten nutzen und ersparen sich so einen eigenen Fuhrpark für diese Dienste.

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Die Marke tim täglich.intelligent.mobil. entsteht

Im Rahmen des Projektes KombiMo II haben die Holding Graz mit den Graz Linien die Dachmarke tim (täglich.intelligent.mobil.) ins Leben gerufen, unter der mittlerweile zehn tim-Mobilitätsknoten in Graz realisiert wurden. tim finden Sie am Hasnerplatz, Jakominigürtel, in der Eggenberger Allee, am Schillerplatz, am Lendplatz, bei der Wirtschaftskammer, im Brauquartier Puntigam, am Andreas-Hofer-Platz, in der Mohsgasse sowie am Eisernen Tor.

An jedem Mobilitätsknoten kann man neben Bus und Bim auch elektrisches und konventionelles tim-Carsharing nutzen, ein tim-Mietauto ausleihen, ein tim e-Taxi nehmen oder sein privates e-Auto laden. Jeder tim-Standort ist ganz einfach mit der Bim, dem Bus, dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar.

Zusätzlich zu den tim-Mobilitätsknoten wird das tim-Angebot in Graz mittlerweile durch vier reine Carsharing Standorte am Geidorfplatz, in der Kernstockgasse, in der Stremayrgasse sowie am St. Peter-Pfarrweg und ein tim-Lastenrad am Mobilitätsknoten tim-Schillerplatz ergänzt. Das Lastenrad können tim-KundInnen alternativ für kleinere Transporte kostenlos nutzen.

tim Schriftzug
© achtzigzehn/Hinterleitner

Ein paar Zahlen...

Seit 2016 haben über 2.300 zufriedene tim-KundInnen das neue Mobilitätsangebot der Holding Graz mit mittlerweile 60 Carsharing- bzw. Miet-Autos (davon 20 e-Autos) und e-Taxi-Dienstleistungen der kooperierenden Taxi-Unternehmen 878, 889 und 2801 mit insgesamt 45 e-Taxis an unseren zehn tim Standorten genutzt. Unsere KundInnen haben rund 45.600 Mal ein tim Auto gebucht und damit bisher circa 800.000 km zurückgelegt. Dadurch wurden seit 2016 bis zu 128 Tonnen CO2 eingespart.

tim Lastenrad
© achtzigzehn/Hinterleitner

Wie wird man tim-Kundin oder tim-Kunde?

Einfach auf www.tim-graz.at voranmelden und einen Termin für die Anmeldung und Einschulung im tim-Servicecenter vereinbaren. Mit abgeschlossener Anmeldung bekommt man seine persönliche tim-Karte und damit Zugang zum gesamten Carsharing- und Mietautoangebot der Holding Graz. Mit der tim-Karte kann man auch bargeldlos tim e-Taxifahrten nutzen bzw. monatlich abrechnen lassen. Auf die Rückseite kann man sich zusätzlich seine Öffi-Jahres- oder Halbjahreskarte drucken lassen und spart sich damit eine zusätzliche Karte.

Gerade für eine Stadt wie Graz mit ihrer steigenden Bevölkerungsdichte und damit wachsenden Mobilitätsbedürfnissen sowie -ansprüchen bei gleichzeitig verschärften Umweltauflagen, ist das Anbieten von Alternativen zum Privat-Pkw unumgänglich. Mit der Entwicklung des tim-Mobilitätskonzepts ist der Holding Graz eine erfolgsversprechende und zukunftsweisende Lösung gelungen, für die sie 2017 mit dem Staatspreis Mobilität des damaligen Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie ausgezeichnet wurde.

tim ist gefragt, das beweist auch der Ausbau von tim in den steirischen Regionen sowie der Transfer des tim-Mobilitätskonzeptes nach Linz.

tim Hasnerplatz
© Holding Graz/Lupi Spuma

tim wächst - Steirischer Zentralraum (REGIOtim)

Das Projektziel von REGIOtim Graz – Implementierungsphase ist die Errichtung von fünf weiteren Multimodalen tim-Knoten in Graz mit Anbindung an den Öffentlichen Nah- und Regionalverkehr sowie einem Testlauf für konduktives Laden von e-Autos (MATRIX Charching). Projektstart war Juli 2018, das Projekt läuft noch bis Mitte 2021.

REGIOtim Graz wird mit einem Kostenaufwand von rund 700.000 Euro umgesetzt. Diese Projektsumme wird im Rahmen des Programms IWB/EFRE 2014-2020 (Investitionen in Wachstum und Beschäftigung) mit Mitteln der Europäischen Union und Mitteln des Regionalressorts des Landes Steiermark gefördert sowie durch Regionalmittel im Rahmen des StLREG 2018 kofinanziert.

Die Holding Graz mit den Graz Linien als kommunaler Verkehrsdienstleister als Leadpartner realisiert die Projektziele in enger Kooperation mit u.a. der Grazer Energie Agentur Ges.m.b.H., Energie Graz GmbH & Co KG, achtzigzehn Konzept & Gestaltung GmbH, GBG Gebäude- und Baumanagement Graz, Regionalmanagement Steirischer Zentralraum, Quintessenz Organisationsberatung GmbH sowie Easelink GmbH .

tim Eisernes Tor
© achtzigzehn/Hinterleitner

REGIOtim Standorte

2019 haben in Graz bereits die beiden REGIOtim Graz-Standorte Andreas-Hofer-Platz und Mohsgasse eröffnet, 2020 folgte ein Standort am Eisernen Tor. In den Bezirken Graz-Umgebung und Voitsberg wurden ebenfalls Förderprojekte zur Errichtung von Multimodalen Knoten unter dem Titel REGIOtim ausgerollt. Mittlerweile konnten somit in Hart bei Graz, Laßnitzhöhe, Nestelbach bei Graz, Premstätten, Lieboch, Gratwein-Straßengel, Söding-Sankt Johann, Voitsberg, Köflach sowie in Bärnbach tim-Standorte errichtet werden. Weitere tim-Standorte im Steirischen Zentralraum sind bereits in Planung.

Vor Projektabschluss von REGIOtim Graz Mitte des Jahres 2021 werden noch zusätzlich die tim-Standorte Griesplatz und Jochen-Rindt-Platz in Reininghaus realisiert.

Nähere Informationen zum Förderprogramm EFRE/IWB siehe auch https://www.efre.gv.at/.

tim EFRE
© achtzigzehn/Hinterleitner
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tim wächst weiter – Linz (KombiMo III)

Ziel dieses Projekts ist einerseits die Errichtung von neun Multimodalen tim-Knoten in Linz und andererseits die Vernetzung mit dem Grazer System, die eine interoperable Nutzungsmöglichkeit in beiden Städten gewährleisten soll. Das Projekt wurde im Jänner 2019 gestartet und läuft noch bis 30.11.2021.

Es wird mit einem Kostenaufwand von rund 6,1 Millionen Euro umgesetzt und zu 40 % vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität, Innovation und Technologie gefördert.

Das Konsortium besteht aus den Linz Linien als Konsortialführer, der Stadt Linz, der Holding Graz bzw. Graz Linien, der Stadt Graz – Abteilung für Verkehrsplanung, der Linz Energie, der Energie Graz GmbH, der Wirtschaftskammer Steiermark, der Technischen Universität Graz sowie der Fallast Tischler & Partner GmbH und der Upstream – next level mobility GmbH. Als wissenschaftliche Partner fungieren die TU Graz sowie die Fa. Quintessenz.

tim Linz Hauptplatz
© Frameworkers

Auf Erfahrungen aufbauen

KombiMo III baut auf den Erfahrungen aus dem Projekt KombiMo II in Graz auf. Das Projekt zielt neben der Umsetzung von neun Multimodalen Knoten in Linz darauf ab, dass tim-Kundinnen und Kunden das Angebot in beiden Städten möglichst nutzerfreundlich – das bedeutet mit derselben Karte bzw. denselben Zugangsdaten – und ohne Mehrkosten – nutzen können. Hierbei soll die in Graz aufgebaute Marke „tim – täglich.intelligent.mobil“ und deren multimodales Mobilitätsangebot auf Linz übertragen und um die Linz-spezifischen Angebote erweitert werden.

tim Linz Grüne Mitte
© FOTOKERSCHI

Ladeinfrastruktur erweitert

Zusätzlich wird das bestehende e-Taxiangebot in Graz um 20 e-Fahrzeuge und die dafür nötige Ladeinfrastruktur erweitert.

Seit Projektstart im Jänner 2019 wurden im Raum Linz bereits sechs Multimodale Knoten bei der Tabakfabrik Linz, bei der LINZ AG, am Hauptplatz Linz, bei der JKU– Johannes-Kepler-Universität, in der Grünen Mitte Linz sowie in der SolarCity eröffnet.

Drei weitere tim-Mobilitätsknoten werden noch bis Ende 2021 im Stadtgebiet von Linz realisiert.

tim Linz AG
© FOTOKERSCHI
Logos KombiMoIII
© KK