Vier neue Elektrobusse für Graz

Die Graz Linien starten EU-weit ein einzigartiges Pilotprojekt: Vier Elektrobusse für die Fahrgäste in Graz

Alle Beteiligten sind sich einig: Wenn heute der Testbetrieb von vier Elektrobussen mit schnell ladenden Superkondensatoren auf den Grazer Buslinien 34E (Jakominiplatz – Theyergasse) und 50 (Hauptbahnhof – Zentralfriedhof) beginnt, dann ist das ein Meilenstein für den möglichen Umstieg auf Busse mit umweltschonender Antriebstechnik.


„Die China Railway Rolling Stock Corp. (CRRC) und die Firma  Chariot Motors stellen der Holding Graz nach einer weltweiten öffentlichen Interessentensuche für ein Pilotprojekt je zwei Elektrobusse plus Ladeinfrastruktur für ein Jahr kostenlos zur Verfügung.  Die Holding Graz übernimmt die Kosten für die notwendigen Umbaumaßnahmen an den Haltestellen. Mit diesem Probebetrieb testen wir die Elektrobusse im alltäglichen Linienbetrieb sowie die Akzeptanz bei den Fahrgästen. Die Ergebnisse der Fahrzeugtests werden evaluiert und bilden auch eine Entscheidungsgrundlage für die zukünftige Beschaffung von Elektrobussen. Sind die Testergebnisse positiv, ist es möglich, dass wir in Zukunft verstärkt Elektrobusse einsetzen“, konkretisiert Holding Graz Vorstandsvorsitzender Wolfgang Malik das Vorhaben.

Vorteile für Fahrgäste, Anrainer und Umwelt

Holding Graz Vorstandsdirektorin Barbara Muhr: „Mit diesem Projekt sammeln die Graz Linien Erfahrungen mit Elektrobussen der nächsten Generation. Eine Weltpremiere findet statt, eigens für Graz entwickelte Busse sind ab sofort unterwegs. Vorerst für interne Test, bald im Linienbetrieb. Auf den beiden Testlinien bleibt der derzeitige Fahrplan aufrecht. Die Schnellladung findet an den Endhaltestellen Theyergasse (34E) und Zentralfriedhof (50) statt. Bei der Zwischenladung werden die Elektrobusse an den Haltestellen „Museum der Wahrnehmung“ (34E) und Hohenstaufengasse/Citypark (50) in nur rund 30 Sekunden geladen. Das ist die Zeit, die unsere Fahrgäste zum Ein- und Aussteigen benötigen."

Holding Graz Vorstandsdirektor Gert Heigl: „Was wäre die Elektromobilität, wenn wir nicht saubere Energie dafür bereitstellen würden. Ob mittels Photovoltaik oder künftig durch das Murkraftwerk haben wir mit der Energie Graz einen sehr guten Partner dafür. Vor Jahren haben wir über die Anschaffung von Elektrofahrrädern geredet. Jetzt steht einer von vier Elektrobusse vor unserer Tür. Daran sieht man deutlich wie schnell Mobilität ist, wie schnell wir als kommunaler Dienstleister sind."


Eindrücke von der Elektrobus-Testfahrt der Graz Linien (6.12.2016):

Holding Graz: Die Graz Linien starten EU-weit ein einzigartiges Pilotprojekt: Vier Elektrobusse für die Fahrgäste in Graz

Facebook Live-Video von der Elektrobus-Testfahrt der Graz Linien (6.12.2016):


Mobilität und Technik, die bewegen

Die E-Busse haben zwei Speichermedien, nämlich Batterien und Kondensatoren, die wiederum konduktiv (mit Kontakt) über Stromabnehmer und/oder Ladestecker oder auch induktiv (über elektromagnetische Felder) geladen werden können. Auch unterscheidet man zwischen Ladung im Betrieb und Ladung über Nacht in der Garage.

 

Die Graz Linien haben ein System vorbereitet, das eine Schnellladung an Endhaltestellen sowie eine ultraschnelle Ladung an Zwischenhaltestellen ermöglicht. Damit soll erreicht werden, dass die Fahrpläne,   die auf Dieselbusse ausgerichtet sind, möglichst beibehalten werden können. Das Laden an den Endhaltestellen wird ca. 3 bis 5 Minuten dauern, das Laden an den Zwischenhalten ca. 30 Sekunden. Diese Vorgaben können nur mit Kondensatoren, sogenannten Supercaps, erfüllt werden, da diese im Gegensatz zu Batterien in kürzester Zeit durch hohe Ströme aufgeladen werden können. Auch die Energie beim Bremsen kann zur Gänze in die Supercaps zurückgeführt werden. Da durch das wiederholte Laden an den Stationen keine großen Reichweiten gefordert sind, bleiben Gewicht und Volumen des Energiespeichers im Vergleich zu Batterien gering und reduzieren nicht das Fassungsvermögen der Busse.

 

Während fast alle Probeeinsätze von Elektrobussen in Europa auf Batterietechnologie basieren, setzen die Graz Linien mit Supercaps auf einen innovativen Energiespeicher, der in China auf hohem Niveau weiterentwickelt wurde und in einer neuen Generation in Graz für ein Jahr getestet wird. Damit fokussieren wir das Interesse der Fachwelt auf Graz. Mit den gewonnenen Erkenntnissen werden die Weichen für zukünftige Busbeschaffungen in Richtung Zero Emission gestellt.

 

Graz, eine smarte Stadt

Bürgermeister Siegfried Nagl: „Graz ist eine smarte Stadt und mir kann es gar nicht schnell genug damit gehen, dass wir im öffentlichen Verkehr alle Möglichkeiten ausschöpfen, die praktisch und ökologisch sind. Mit Strom - vor allem aus Wasserkraft - unseren öffentlichen Verkehr betreiben zu können, wäre ein Meilenstein der urbanen Entwicklung. Es gibt sehr viele Chance, dank Wissenschaft und Forschung Neues auszuprobieren. Wir haben Mut und bringen mit unserem Partner CRRC so eine neue Art von Elektrobussen nun auf die Straßen unserer Stadt. Ich hoffe, dass der Test für alle zur Zufriedenheit verläuft und wir dann sukzessive unsere Busflotte umstellen können!"


Stadtrat Mario Eustacchio:
„Wir sind nicht nur am Puls der Zeit, sondern unserer Zeit voraus in Graz mit diesem Modellversuch. Ein sinnvoller Praxistext für den Einsatz von Elektro-Mobilität im urbanen Ballungszentren! Wer, wenn nicht die Graz Linien, sind prädestiniert für dieses zukunftsweisende Pilotprojekt! Weiters wird mit diesem innovativen Pilotprojekt ein wichtiger Beitrag zur CO2-Reduktion und Lärmreduktion geleistet.“


12 m Elektrobus von „Chariot Motors“

Elektrifizierung der Busflotte - „Chariot Motors“

18 m Gelenkbus von „CRRC“


Die Infos zum E-Busse-Testbetrieb:

  • Die Anbieter: Die Testbusse kommen von den Unternehmen „Chariot Motors“ (Bulgarien) und „China Railway Rolling Stock Corp.“ (CRRC)
  • Die Teststrecken: Die Testbusse fahren auf den Linien 34 E(Jakominiplatz – Theyergasse) und 50 (Hauptbahnhof – Zentralfriedhof)
  • Das System: An zwei Endstationen (Theyergasse und Zentralfriedhof) findet die Schnellladung statt, an zwei Haltestellen (Museum der Wahrnehmung/34E und Hohenstaufengasse/Citypark/50) werden die Busse zwischengeladen.
  • Die Ladungsdauer: Die Schnellladung dauert zwei Minuten, die Zwischenladung dauert 30 Sekunden.
  • Die Vorteile: Neben der Verringerung des CO2-Ausstoßes und der Verbesserung bei der Feinstaubsituation gibt es auch Vorteile für Fahrgäste. Die Fahrt verläuft noch komfortabler als bei fossil betriebenen Bussen, da E-Busse über keine Gangschaltung verfügen.

FAQs zu den E-Bussen in Graz

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  • Linien 33 & 33E: Haltestellenverlegung Eggenberger Allee
    Wegen eines Gebäudeneubaues und der Sperre des Gehweges sowie der Haltestelle müssen wir die Haltestelle „Eggenberger Allee“ der Linien 33 und 33E in Fahrtrichtung Jakominiplatz bzw. Don Bosco ab Montag, 12. April 2018, ab 7:30 Uhr, bis Ende Oktober 2018 verlegen.
  • Linie 31: Umleitung wegen Asphaltierungsarbeiten
    Wegen Asphaltierungsarbeiten und der Sperre der Zinzendorfgasse müssen wir von Freitag, 6. April 2018, ab 16.00 Uhr bis Samstag, 7. April 2018, bis 4.30 Uhr die Buslinie 31 in Fahrtrichtung Uni/Resowi ab der Haltestelle Zinzendorfgasse umleiten.
  • Linie 1: Ersatzverkehr wegen Bauarbeiten
    Wegen Gleisbauarbeiten gibt es zwischen 4. April und 6. Juli einen Ersatzverkehr zwischen Hilmteich und Mariatrost.
  • Linien 72, 73U, 76U und N3: Umleitung wegen Baustelle
    Ab Montag, 16. April 2018 werden die Linien im Bereich Styriastraße umgeleitet.
  • N4: Haltestelle verlegt!
    Die Haltestelle Fröhlichgasse/Messe wurde wegen Bauarbeiten verlegt!
  • Linien 63, 64 & 64E: Dauerhafte Haltestellenverlegung Schillerplatz
    Auf Grund der Genehmigung der Steiermärkischen Landesregierung wird für die Buslinien 63, 64 und 64E ab Montag, 8. Jänner 2018, mit Betriebsbeginn um 4.30 Uhr, die neue Haltestelle „Schillerplatz/tim“ für die Fahrtrichtung Schulzentrum St. Peter bzw. Puntigam in Betrieb genommen.
  • Linien 32 & N6: Haltestellenauflassung und Neu-Inbetriebnahme
    Aufgrund einer Neueinrichtung der Haltestelle Sattlerweg Richtung Jakominiplatz wird der alte Standort mit 06.11.2017 aufgelassen.
  • Linien 53 und 53E: Neue Haltestelle!
    Ab 30. Oktober gibt´s auf den Linien 53 und 53E eine neue Haltestelle.
  • Linien 73U und 75U: Haltestellen verlegt!
    Wegen Sanierungsarbeiten müssen wir die Buslinien 73U und 75U in beiden Fahrtrichtungen am Montag, 23. Oktober 2017, ab 17:00 Uhr bis Betriebsschluss umleiten.
  • Verlängerung der Linie 58
    Wir verbinden die bisherigen Buslinien 58 (Hauptbahnhof – Mariagrün) und 77 (Ragnitz–St. Leonhard/Klinikum Mitte).
  • Linie 3;13;60;N3: Haltestellenauflassung „Mandellstraße“ (9.-27.4.)
    Wegen Bauarbeiten müssen wir die Haltestelle „Mandellstraße“ der Linien 3, 13, 60 und N3 in Fahrtrichtung Krenngasse, Lustbühel bzw. Pachern P+R ab Montag, den 9. April, ab 7 Uhr bis Freitag, den 27. April, bis 17 Uhr auflassen.
  • Linien 39, 50 und 67: Haltestelle Feldgasse verlegt
    Die Haltestelle wird aufgrund von Bauarbeiten bis Jahresende verlegt!
  • Maiaufmarsch: Ersatzverkehre am 1. Mai!
    Wegen des am Dienstag, 1. Mai 2018 von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr genehmigten Maiaufmarsches der KPÖ, muss folgender Schienenersatzverkehr mit Autobussen eingerichtet werden.
  • Umleitung wegen Laufveranstaltung:
    Wegen des Raiffeisen-Businesslaufes werden am 03. 05., in der Zeit von 18.00 Uhr bis ca. 20.30 Uhr die Buslinien 30, 31, 39, 41 und 63 umgeleitet, gekürzt bzw. geteilt geführt.
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  • Klanglicht: Ersatzverkehr für mehrere Linien
    Aufgrund der Veranstaltung „Klanglicht“ und der damit verbundenen Sperre des Kaiser-Josef-Platzes müssen wir einen Schienenersatzverkehr mit Bussen für die Straßenbahnlinie 1 zwischen Jakominiplatz und Hilmteich bzw. nach Mariatrost sowie für die Straßenbahnlinie 7 zwischen Jakominiplatz und LKH Med Uni einrichten und die Buslinien 30, 31 und 39 im Bereich „Kaiser Josef-Platz/Oper“ umleiten
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