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Das wird unser neuer Res­sour­cen­park Graz

Im vergangenen Jahr fiel der Startschuss für die Bauarbeiten in der Sturzgasse zum neuen, topmodernen Ressourcenpark Graz. Dabei investiert die Holding Graz insgesamt rund 33 Millionen Euro in Umbau und Modernisierung ihres Standorts im Grazer Süden.

Computeranimation des neuen Ressourcenparks
© planconsort

Das Projekt

Das bestehende Recyclingcenter Sturzgasse wird ab September durch einen modernen Ressourcenpark Graz ersetzt und bietet den Kundinnen und Kunden künftig noch mehr Komfort.

Rund 400 MitarbeiterInnen der Sparte „Infrastruktur und Energie“ sind am Holding-Betriebsstandort in der Sturzgasse beschäftigt. Das 11 Hektar große Areal, das neben dem Recycling­center Sturzgasse und der Abfallbehandlungsanlage noch den Spartenbereich Stadtraum der Holding Graz, den Betrieb Abwasser, Servus Abfall, die Waschbetriebe und die Kommu­nalwerkstätte beherbergt, wird aktuell komplett „umgekrempelt“. Konkret: Der Standort wird vor allem auch mit Blick auf das Bevölkerungswachstum im Großraum Graz an modernste Standards angepasst, neu strukturiert und für die Kundin­nen und Kunden optimiert. Als nächster Meilenstein folgt nun in der zweiten September-Hälfte die Eröffnung des neuen Ressourcenparks.

Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner: „Ich freue mich, dass im Grazer Süden aktuell eine moderne und kundInnenfreundliche Infrastrukturdrehscheibe für die Grazer Bevölkerung entsteht, die im Sinne einer lebenswerten und nachhaltigen Stadt der Zukunft auch die Umwelt und Ressourcenschonung im Blick hat. Mit dem neuen Ressourcenpark und dem auf alternative Energien ausgerichteten Energiekonzept für den Standort Sturzgasse wird die Stadt Graz nachhaltig wirksam weiterentwickelt. Dazu zählt auch die Neugestaltung der Sturzgasse und der Puchstraße mit neuen Geh- und Radwegen.“

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Computeranimation des Hauptgebäudes des neuen Ressourcenparks
© planconsort
Computeranimation eines Teils des neuen Ressourcenparks
© planconsort

Mehr Service für KundInnen

Gert Heigl, Vorstandsdirektor Holding Graz: „Insgesamt 33 Millionen Euro werden in den Umbau und die Modernisierung des Holding-Standorts im Grazer Süden für die GrazerInnen investiert. Mit dem Ausbau zu einem topmodernen Standort sind wir für die künftigen Anforderungen in einer wachsenden Stadt optimal gerüstet. Der neue, rund 20.000 Quadratmeter große Ressourcenpark ist ein weiterer wichtiger Meilenstein und zugleich Herzstück des zugrundeliegenden Masterplans Sturzgasse.“

Errichtet wird der Ressourcenpark mit einem Investitionsvolumen von rund 9,8 Millionen Euro auf dem früheren Areal des Wirtschafts­hofs südlich der Sturzgasse. Die ca. 20.000 Tonnen Abbruchmassen, die durch die Entfernung des 110 Jahre alten Gebäudes im Vorjahr entstanden, werden dabei nahezu zur Gänze für den neuen Ressourcenpark wiederverwendet.

 Verdreifachung der Gesamtbetriebsfläche

Der rund 20.000 Quadratmeter große, hochmoderne Ressour­cenpark Graz wird das bestehen­de kleinere, 6.000 Quadratmeter umfassende Recyclingcenter Sturzgasse ersetzen und ab September für unsere KundInnen zur Verfügung stehen. Im jetzigen Recyclingcenter Sturzgasse bleibt die Problemstoffsammlung (Batterien, Akkus etc.). Die auch in Hinblick auf das Bevölkerungswachstum notwendige Kapazitätserweiterung der Betriebsfläche bietet den KundInnen mehr Platz und verhindert zugleich Staus bei der Abgabe des Abfalls“, erklärt Alexandra Loidl, Leiterin der Sparte Abfallwirtschaft.

Darüber hinaus werden die Abläufe künftig noch kundInnenfreundlicher gestaltet: So gibt es im neuen Ressourcenpark eine Tren­nung der innerbetrieblichen Ma­nipulation des Abfalls und des Anlieferungsbereichs auf zwei unterschiedlichen Ebenen. Der Anlieferungsbereich ist etwas er­höht. Diese Trennung schafft mehr Sicherheit und bietet zugleich auch mehr Komfort für die NutzerInnen.

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Computernanimation eines Teils des Hauptgebäudes des neuen Ressourcenparks
© planconsort

Wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung

Im Ressourcenpark Graz werden zukünftig mehr als 80 unterschiedliche Abfallarten getrennt, gesammelt und somit die Sortentiefe deutlich erhöht. Dadurch können mehr Abfälle recycelt bzw. stofflich verwertet werden, was wiederum die Recyclingquoten erhöht.

 

Der neue Ressourcenpark Graz wird in vier verschiedenen Zonen aufgebaut sein:

Wertstoff-Zone

In der Wertstoff-Zone können Kundi:nnen kostenlos unter anderem folgende Abfallarten abgeben:

  • Altpapier und Kartonagen
  • Alteisen
  • Diverse Metalle
  • Weiß- und Buntglasverpackungen
  • Styroporverpackungen
  • Kunstoffverpackungen etc.
hohe Kartonberge in der Wertstoff-Zone
© achtzigzehn/Hinterleitner

Reststoff-Zone

Im kostenpflichtigen Bereich in der sogenannten Reststoff-Zone können u.a. folgende Abfallarten abgegeben werden:

  • Sperrmüll
  • Bauschutt
  • Grünschnitt
  • Altreifen
  • Gipskarton etc.
Sperrmüll: verschiedene Polstermöbel und Holz auf einem Haufen
© Fotolia Animaflora

Problemstoff-Zone

Die kostenfreie Problemstoff-Zone bleibt am jetzigen Standort, dort können u.a. folgende Abfallarten kostenlos abgegeben werden:

  • Farben
  • Lacke
  • Elektrogeräte
  • Arzneimittel
  • Batterien etc.
mehrere große Farbeimer gesammelt in einem Behälter in der Problemstoff-Zone
© achtzigzehn/Hinterleitner

Re-Use Zone

In der Re-Use Zone können noch gebrauchsfähige Gegenstände abgeben werden, wie z.B.:

  • Textilien
  • Schuhe
  • Geschirr
  • Bücher
  • Kleinmöbel etc.

 

Im Sinne der Ressourcenschonung wird es eine eigene ReUse-Zone zur kostenlosen Abgabe von gebrauchsfähigen Gegenständen geben. Als Partner mit an Bord ist hier die Caritas, die die ReUse-Waren anschließend in den Carla-Shops verkauft. Bürgermeisterin-Stellvertreterin Judith Schwentner: „Die Sammlung, Wiederverwendung und der Weiterverkauf von ReUse-Waren sind optimale Möglichkeiten durch Abfallvermeidung die Umwelt zu schonen und auch sozial nachhaltig zu agieren.“

zwei Stühle auf denen Geschirr, eine Geldtasche, Schuhe, Kledung, ein Polster, eine Tasche und Kerzenständer liegen
© achtzigzehn/Kopsch

Saubere Energie dank eines modernen Energiekonzepts

Die Baumaßnahmen am Areal werden darüber hinaus durch ein modernes Energiekonzept begleitet, das auf saubere Energiegewinnung setzt: Auf den großen Dachflächen des Ressourcenparks, der neuen Halle Stadtraum Süd und, bereits umgesetzt, der Kommunalwerkstätte, werden bzw. wurden Photovoltaikanlagen installiert. Mehr als 350.000 kWh Energie können so jährlich produziert werden. Für die Warmwasseraufbereitung in den Mannschaftsräumen nutzt die Holding Solarthermie. E-Ladestationen für die E-Fahrzeugflotte der Holding stehen ebenfalls zur Verfügung.

Video der Be­ge­hung im März 2022

Video: Ressourcenpark März 2022

Vi­deos vom Bau­fort­schritt

Video vom Baufortschritt des Ressourcenparks im April 2022 © Helmut Seusek
Video vom Baufortschritt des Ressourcenparks im Februar 2022 © Helmut Seusek
Video vom Baufortschritt des Ressourcenparks im August 2021 © Helmut Seusek

Zahlen, Daten, Fakten zum neuen Ressourcenpark:

Investitionsvolumen: rund 9,8 Millionen Euro

Verdreifachung der Fläche von 6.000 auf rund 20.000 Quadratmeter

Wesentlicher Beitrag zur Ressourcenschonung und Erhöhung der Recyclingquote durch:

  • zusätzliche Sammelfraktionen,
  • Erhöhung der Sortiertiefe.

Verbesserter Komfort und Serviceangebot für BürgerInnen und Vermeidung von Stausituationen durch:

  • deutliche Flächenerweiterung,
  • Erhöhung der Zahl der Anliefer- und Abwurfplätze,
  • zwei Einfahrtskontrollwaagen (statt einem) im kostenpflichtigen Bereich,
  • optimierte Verkehrsführungen (z.B. Kreisverkehr und Doppelspuranlieferung),
  • zusätzliche Kassenautomaten bei der Ausfahrt,
  • verstärkten Einsatz von Großcontainern.