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Gra­zer Ka­nal­schäch­te be­kom­men „Herz­klap­pe“

© ZikaSeal

Das Gesundheitsamt der Stadt Graz und die Holding Graz setzen im Kampf gegen die Asiatische Tigermücke den nächsten konkreten Schritt: In einem definierten Testgebiet wurde diese Woche das ZikaSeal™-System in ausgewählte Regeneinläufe eingebaut.

Ziel des Pilotprojekts ist es, Tigermücken dauerhaft daran zu hindern, in Kanalschächte einzudringen und dort Eier abzulegen. Das System arbeitet mit einem mechanischen Verschluss im Inneren der Schächte. Dieser bleibt im Normalbetrieb geschlossen und öffnet sich nur dann automatisch für Sekundenbruchteile, wenn bei starkem Regen Wasser abfließen muss. Danach verschließt sich der Zugang sofort wieder. Im Rahmen des Pilotprojekts soll untersucht werden, ob das System unter Grazer Bedingungen langfristig funktioniert und ob dadurch der Aufwand für die bisher notwendige BTI-Einbringung in bestimmten Bereichen reduziert werden kann.

Die Stadt Graz setzt seit mehreren Jahren auf unterschiedliche Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Tigermücke. Dazu zählen Monitoringprogramme, die Entfernung von Brutstätten, Informationskampagnen, biologische Bekämpfungsmethoden sowie internationale Forschungskooperationen.

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Mit der Installation des ZikaSeal™-Systems setzen wir nun einen weiteren konkreten Mosaikstein, um dieses Gesamtbild Stück für Stück zu vervollständigen“, betont Gesundheitsstadtrat Robert Krotzer (KPÖ) und weist gleichzeitig darauf hin, dass bei allen Bemühungen der Stadt Graz die Unterstützung der Bevölkerung nach wie vor der wichtigste Baustein ist.

Die Leiterin des Gesundheitsamtes, Dr.in Eva Winter, vergleicht die Funktionsweise mit einem biologischen Schutzmechanismus: „Das Prinzip erinnert an eine Herzklappe. Das System öffnet sich nur, wenn Wasser tatsächlich abfließen muss, und verschließt den Zugang danach sofort wieder.“

Kanalschächte bieten der Tigermücke ideale Bedingungen: stabile Temperaturen, Feuchtigkeit und Schutz. Genau dort setzen wir jetzt an. Wenn diese Brutstätten dauerhaft unzugänglich gemacht werden können, wäre das ein wichtiger Schritt hin zu einer nachhaltigeren Bekämpfung“, erklärt Tigermückenexperte Erwin Wieser vom Gesundheitsamt.

Auch im Bereich der Wasserwirtschaft setzt die Holding Graz auf innovative und nachhaltige Projekte. Dieses neue Vorhaben verbindet Gesundheitsvorsorge mit intelligenter Infrastruktur. Mit der praktischen Umsetzung beginnen nun jene Tests, aus denen wichtige Erkenntnisse für mögliche weitere Schritte gewonnen werden können“, sagt Alice Loidl, Vorständin Holding Graz.

Foto (v. l.): Markus Red (Holding Graz/Wasserwirtschaft Kanalbetrieb), Cliver Klintholm (Senior Engineer, ZikaSeal), Lisa Gawes (Projekt Managerin, ZikaSeal), Erwin Wieser (Gesundheitsamt Graz), Christopher Krinner (Holding Graz/Wasserwirtschaft Kanalbetrieb Technik)