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Große Zu­stim­mung für In­fra­struk­tur­pro­jek­te

© freiland umweltconsulting

Aktuelle Erhebungen zeigen hohe Reichweite der Kampagne „Graz baut aus“ sowie breite Zustimmung zu Speicherkanal und Ausbau der Linie 1

Die Holding Graz investiert unter dem Dach von „Graz baut aus“ massiv in die Modernisierung des öffentlichen Verkehrs, die Sanierung des Straßennetzes sowie den Ausbau der unterirdischen Infrastruktur in den Bereichen Fernwärme, Wasser und Kanal. Zwei aktuelle Umfragen des Marktforschungsinstituts m(Research im Auftrag der Holding Graz zeigen nun eindrucksvoll: Die Baustellenkommunikation erreicht die große Mehrheit der Grazerinnen und Grazer und trägt wesentlich zur Akzeptanz der Infrastrukturmaßnahmen bei. Gleichzeitig genießen zentrale Großprojekte wie der Speicherkanal und der zweigleisige Ausbau der Linie 1 eine breite Unterstützung in der Bevölkerung.

Für die Erhebungen wurden im Mai 2026 jeweils mehr als 400 Grazerinnen und Grazer befragt.

Breite Unterstützung für Speicherkanal und Ausbau der Linie 1

Die Umfrage bestätigt den positiven Zusammenhang zwischen Information und Akzeptanz. In den Bezirken Mariatrost, St. Leonhard und Geidorf stößt der Bau des Speicherkanals sowie der zweigleisige Ausbau der Linie 1 auf breite Zustimmung.

72 Prozent Zustimmung zum Speicherkanal

Der Speicherkanal erreicht die höchsten Zustimmungswerte aller erhobenen Projekte. Rund 72 Prozent der Befragten bewerten den Bau als sehr oder eher gute Idee, lediglich rund drei Prozent lehnen das Projekt ab. Gegenüber der Erhebung vom Februar 2026 konnte die Zustimmung nochmals gesteigert werden.

Besonders positiv wird der Speicherkanal von Personen bewertet, die sich gut über das Projekt informiert fühlen. Die Ergebnisse zeigen einen klaren Zusammenhang zwischen Informationsstand und Akzeptanz.

Ausbau der Linie 1 gewinnt deutlich an Zustimmung

Auch der zweigleisige Ausbau der Linie 1 verzeichnet einen deutlichen Zuwachs an Zustimmung. Während im Februar 2026 noch rund 55 Prozent der Befragten das Projekt positiv bewerteten, liegt dieser Wert aktuell bei rund 66 Prozent. Gleichzeitig sank der Anteil jener Personen ohne Meinung von rund elf Prozent auf lediglich vier Prozent.

Besonders hoch ist die Zustimmung bei jungen Menschen zwischen 16 und 29 Jahren, bei Männern sowie bei Personen, die bereits Informationen zum Projekt wahrgenommen haben.

Kürzere Intervalle als wichtigster Nutzen

Als größten Vorteil des Ausbaus nennen rund 69 Prozent der Befragten kürzere Straßenbahnintervalle. Darüber hinaus werden Umwelt- und Klimaschutz (rund 50 Prozent) sowie eine höhere Zuverlässigkeit des öffentlichen Verkehrs (rund 45 Prozent) als wesentliche Vorteile genannt.

Bei Personen mit höherem Informationsstand steigen diese Werte nochmals deutlich an:

  • 73 Prozent sehen kürzere Intervalle als Vorteil.
  • 56 Prozent nennen Umwelt- und Klimaschutz.
  • 50 Prozent heben die höhere Zuverlässigkeit hervor.

Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere gut informierte Bürgerinnen und Bürger den langfristigen Nutzen der Projekte erkennen.

Kritik konzentriert sich auf die Bauphase

Die wenigen kritischen Rückmeldungen beziehen sich überwiegend auf die Umsetzung während der Bauphase.

Beim Speicherkanal sehen rund 45 Prozent überhaupt keine kritischen Aspekte. Die häufigsten Kritikpunkte betreffen die Dauer der Baustelle, Verkehrsbehinderungen, Staus sowie die Organisation des Schienenersatzverkehrs.

Beim Ausbau der Linie 1 nennen rund 49 Prozent einzelne kritische Aspekte, während 42 Prozent keine Kritikpunkte sehen. Die Diskussion konzentriert sich vor allem auf Fragen der Notwendigkeit, der Bauzeit und möglicher Verkehrseinschränkungen.

Informationsstand erreicht Höchstwert

Mehr als jede zweite befragte Person hat bereits Informationen zu den beiden Projekten wahrgenommen. Gleichzeitig hat sich die Qualität der Information deutlich verbessert: Fühlten sich im Februar 2026 noch rund 74 Prozent der Informierten sehr oder eher gut informiert, sind es aktuell bereits rund 83 Prozent.

Besonders gut erreicht werden Stammkundinnen und Stammkunden der Linie 1, regelmäßige Öffi-Nutzerinnen und -Nutzer sowie Bewohnerinnen und Bewohner von Mariatrost und St. Leonhard.

Baustellenkommunikation erreicht die große Mehrheit

Auch bei der zweiten Umfrage zeigte sich eine hohe Wahrnehmung der Kommunikationsmaßnahmen. Rund 56 Prozent der Befragten haben die allgemeine Baustellenkommunikation „Graz baut aus“ bewusst wahrgenommen. Insgesamt geben rund 84 Prozent an, zumindest eine Form der Kommunikation zu laufenden Infrastrukturprojekten gesehen, gelesen oder gehört zu haben.

Besonders hoch ist die Reichweite bei Nutzerinnen und Nutzern öffentlicher Verkehrsmittel, Stammkundinnen und Stammkunden der Graz Linien sowie Personen mit Matura. Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel selten oder gar nicht nutzen, werden hingegen deutlich seltener erreicht.

Konkrete Projekte sorgen für hohe Aufmerksamkeit

Die Wahrnehmung der Baustellen unterscheidet sich nach Alter, Geschlecht und Wohnlage. Während jüngere Befragte bestimmte Baustellen stärker wahrnehmen, weisen ältere Altersgruppen bei anderen Projekten höhere Aufmerksamkeitswerte auf. Insgesamt bleibt die Sichtbarkeit der Infrastrukturmaßnahmen jedoch über alle Bevölkerungsgruppen hinweg hoch.

Auch regional zeigen sich Unterschiede: Am linken Murufer werden Projekte häufiger wahrgenommen als am rechten Murufer. Einzelne Baustellen sind je nach Wohnort unterschiedlich stark im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung einer zielgerichteten und standortbezogenen Kommunikation.

Wunsch nach noch konkreteren Informationen

Dort, wo sich Befragte weniger gut informiert fühlen, werden vor allem fehlende Reichweite sowie der Wunsch nach detaillierteren Informationen genannt. Rund ein Viertel dieser Gruppe sieht Verbesserungsbedarf bei Informationsdichte und Kommunikationswegen.

In offenen Rückmeldungen werden insbesondere frühere, direktere und konkretere Informationen zu Bauzeiten, Umleitungen, Verkehrsführungen, betroffenen Haltestellen und den Auswirkungen auf den Alltag eingefordert.

Baustellendauer bleibt häufigster Kritikpunkt

Die Kritik konzentriert sich vor allem auf die Dauer von Baustellen, die zeitgleiche Umsetzung mehrerer Maßnahmen sowie die daraus resultierenden Verkehrsbelastungen. Die Herausforderungen liegen damit weniger in der grundsätzlichen Bekanntheit der Projekte als vielmehr in deren konkreten Auswirkungen auf den Alltag der Menschen.

City Lights und Printmedien wichtigste Informationsquellen

Unter jenen Personen, die Kommunikationsmaßnahmen wahrgenommen haben, zählen City Lights mit rund 44 Prozent zu den wichtigsten Kontaktpunkten. Es folgen Tages- und Wochenzeitungen mit rund 34 Prozent sowie Baustellenfolder und Infoscreens mit jeweils rund 30 Prozent. Die Ergebnisse zeigen, dass insbesondere die Kombination verschiedener Kommunikationskanäle eine hohe Reichweite erzielt.

Bei den Projekten Speicherkanal und Linie 1 nennen die Befragten als wichtigste Informationsquellen Tages- und Wochenzeitungen (33 Prozent), Plakate in Bus und Straßenbahn (31 Prozent), Informationen an Haltestellen (30 Prozent) sowie Infoscreens (29 Prozent).

Gute Information schafft Akzeptanz

Befragte, die sich gut informiert fühlen, nennen vor allem die breite Verfügbarkeit der Informationen, verständliche Inhalte und die Nutzung mehrerer Kommunikationswege als Gründe dafür. Besonders positiv hervorgehoben werden die gute Zugänglichkeit der Informationen, klare Botschaften und rechtzeitige Hinweise.

Die Umfrage zeigt außerdem deutlich: Personen, die Kommunikationsmaßnahmen wahrgenommen haben, bewerten die Infrastrukturprojekte wesentlich positiver als Personen ohne entsprechende Wahrnehmung.

Fazit: Kommunikation ist der Schlüssel für erfolgreiche Infrastrukturprojekte

Die beiden aktuellen Umfragen bestätigen eindrucksvoll den Erfolg der Kommunikationsstrategie der Holding Graz. Die große Mehrheit der Grazerinnen und Grazer nimmt die Baustellenkommunikation wahr und bewertet die laufenden Infrastrukturmaßnahmen positiv. Gleichzeitig verfügen sowohl der Speicherkanal mit 72 Prozent Zustimmung als auch der Ausbau der Linie 1 mit 66 Prozent Zustimmung über einen breiten Rückhalt in der Bevölkerung.

Die Ergebnisse zeigen zugleich, dass erfolgreiche Kommunikation weit über reine Bekanntheit hinausgeht. Entscheidend für Akzeptanz sind konkrete und alltagsrelevante Informationen darüber, was wann, wo, wie lange und mit welchen Auswirkungen gebaut wird sowie welche Alternativen während der Bauzeit zur Verfügung stehen.

Besonderes Augenmerk gilt künftig jenen Menschen, die öffentliche Verkehrsmittel selten oder gar nicht nutzen. Sie werden bislang deutlich seltener erreicht und stellen eine wichtige Zielgruppe für Akzeptanz, Verkehrslenkung und Verständnis der laufenden Infrastrukturmaßnahmen dar.

Statements:

Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: „Der Ausbau der Linie 1 bringt den Menschen in Mariatrost und weit darüber hinaus bessere Verbindungen, mehr Verlässlichkeit und ein attraktiveres Öffi-Angebot. Gleichzeitig schaffen wir mit dem Speicherkanal zusätzlichen Schutz bei Starkregenereignissen. Das sind Investitionen, von denen Graz über Jahrzehnte profitieren wird. Baustellen sind dabei oft mühsam: Sie bringen Lärm, Umwege und Einschränkungen im Alltag. Aber wir bauen nicht um des Bauens willen, sondern weil es danach besser wird als vorher. Deshalb gilt mein besonderer Dank allen Anrainerinnen und Anrainern für ihre Geduld sowie den vielen Arbeiterinnen und Arbeitern auf den Baustellen, die täglich ihr Bestes geben, damit die Arbeiten so rasch wie möglich abgeschlossen werden können.“

Stadtrat Manfred Eber: „Wer in die öffentliche Infrastruktur investiert, investiert in die Lebensqualität der Menschen. Die hohe Akzeptanz für diese Projekte zeigt, dass viele Grazerinnen und Grazer den konkreten Nutzen erkennen, von besseren Öffis bis zu einer zukunftssicheren Abwasserentsorgung. Unser Anspruch bleibt, die Bevölkerung offen zu informieren und die Belastungen während der Bauzeit möglichst gering zu halten.“

Holding-Graz-CEO Gert Heigl und Holding-Graz-Vorstand Mark Perz: „Vom Ausbau der Linie 1 und dem Speicherkanal Mariatrost profitieren die Anrainerinnen und Anrainer doppelt. Die Ergebnisse der nun vorliegenden Umfrage zeigen dabei deutlich, dass die Bürgerinnen und Bürger die Investitionen in die Infrastruktur sowohl bezüglich der besseren Mobilität als auch hinsichtlich der Wasserwirtschaft mehr als schätzen.“