Auch im Jahr 2026 wird das Öffi-Netz in Graz weiter ausgebaut. Parallel dazu wird auch die Infrastruktur in den Bereichen Wasser, Energie und Fernwärme verbessert. Hier finden Sie alle Infos zu den Bauvorhaben.

Graz baut aus – und das zum Wohle aller Bürger:innen und Besucher:innen. Neben zahlreichen Verbesserungen im Öffi-Netz wird auch laufend an der Optimierung der Infrastruktur in unserer Stadt gearbeitet.
Um die Taktung zu erhöhen sowie das Straßenbahnnetz in Graz zu entlasten, wurde seit März 2023 an der neuen Neutorlinie gebaut. Die neue Straßenbahnstrecke durch die Neutorgasse, die über den Andreas-Hofer-Platz weiter über die Tegetthoffbrücke vorbei am Bad zur Sonne nach der Vorbeckgasse in der Annenstraße mündet, entlastet die Herrengasse. Mit der Anbindung der Gleise von der Vorbeckgasse an jene der Annenstraße wurde die Verbindung fertiggestellt, die Arbeiten wurden fristgerecht erledigt. Erste Straßenbahnen (Linien 16 und 17) fuhren ab 29. November auf der „Neutorlinie“.
Dazu wurde 2025 auch mit dem zweigleisigen Ausbau der Linie 1 im Bereich Hilmteich begonnen. Dieser wird mit 2028 abgeschlossen sein. Auch ein zweiter Abschnitt der Linie 1 (Haltestelle St. Johann bis zur Haltestelle Wagnesweg) wird noch 2026 zweigleisig ausgebaut. Noch bevor in der Hilmteichstraße die Gleise verlegt werden, wird dort ein dringend benötigter Speicherkanal errichtet.
Im Rahmen des Projekts „Maintenance Graz Linien“ wird die Werkstätten- und Remiseninfrastruktur in der Steyrergasse neu errichtet bzw. saniert. Auch dazu und zu weiteren Bauprojekten finden Sie unterhalb Infos!
Derzeit wird die Straßenbahnlinie 1 im Schnitt in einem 10-Minuten-Intervall bedient. Unter anderem deshalb, weil den Straßenbahnen in der Hilmteichstraße auf einer Länge von 900 Metern nur ein Gleis zur Verfügung steht.
Straßenbahnprojekt mit Mehrwert
Durch die Errichtung des zweiten Gleises zwischen Auersperggasse und Haltestelle Mariagrün werden die Trams künftig alle 6 Minuten in den Frühspitzen fahren können und im besten Fall pro Stunde 1.500 Fahrgäste pro Richtung an ihr Ziel bringen. Grünes Licht für das rund 20-Millionen-Euro-Vorhaben gab es vom Gemeinderat im Dezember 2024. Das Land Steiermark und der Bund beteiligen sich mit mehr als der Hälfte an den Projektkosten.
Auch zweiter Abschnitt wird zweigleisig
Neben dem Teilstück in der Hilmteichstraße wird auch der Bereich im Abschnitt St. Johann – Wagnesweg zweigleisig ausbgebaut der Strecke, wobei ein 140 m langer Abschnitt im Bereich Erich-Edegger-Weg mit Zwillingsgleis ausgeführt wird. Gleistechnisch ist geplant, die bestehenden Rillenschienen durch Vignolschienen zu ersetzen.
Die Brücken St. Johann I und St. Johann II wurden in früheren Bauabschnitten bereits für einen späteren zweigleisigen Ausbau errichtet und werden im Rahmen des Projekts angepasst bzw. saniert. Die Rettenbachbrücke über den Mariatrosterbach wird im Zuge des Projekts neu gebaut, ebenso die parallel zur Straßenbahnbrücke verlaufende Geh-Radwegbrücke.
Das Bauvorhaben umfasst weiters Sanierungsmaßnahmen des Oberbaus auf der Strecke Mariagrün bis Mariatrost.
Gebaut wird zwischen 16. März und 27. November 2026.
Dringend notwendiger Speicherkanal
Wir errichten einen Speicherkanal mit rund 630 lfm Länge in der Hilmteichstraße sowie die notwendigen Anschlüsse des bestehenden Kanalnetzes in der Stenggstraße, der Unteren Schönbrunngasse sowie der Hilmgasse. Dazu werden Drossel- und Überlaufbauwerke umgebaut und errichtet. Der Speicherkanal befindet sich unter den Schienen in 5 bis 10 Metern Tiefe. Er hat einen Innendurchmesser von 2,0m und wird im „Microtunneling-Verfahren“, also mittels einer Bohrung, unterirdisch errichtet.
Der Kanal verhindert künftig, dass Mischwassermengen in den Mariatroster Bach fließen – das ist gut für die Umwelt!
Die Errichtung ist nur im Zuge des zweigleisigen Ausbaues der Linie 1 möglich, da der Bau danach nicht mehr erfolgen kann und es ansonsten keinen Platz gibt, an dem ein so großer Speicher errichtet werden könnte. Zudem können damit Synergien in der Errichtung genutzt werden.
Der Baustart erfolgte am 3. November 2025, im Dezember 2027 soll die erste Straßenbahn wieder auf Schiene sein, im Juni 2028 wird das Projekt abgeschlossen sein.
Zusätzlich zum zweigleisigen Ausbau und zum Kanalbau …
„Schafft Platz für den Öffi-Ausbau!“ Mit der neuen Werkstätten- und Remiseninfrastruktur entsteht am Areal der Steyrergasse eines der wichtigsten Ausbauprojekte der Holding Graz in den kommenden Jahrzehnten.
Die Graz Linien befördern Tag für Tag mehr als 300.000 Fahrgäste. Da die Zahl der umweltbewussten Öffi-Nutzer:innen auch in den nächsten Jahren weiter steigen wird, bauen Stadt Graz und Holding Graz den öffentlichen Verkehr und moderne Mobilitätsangebote ständig weiter aus. Das Öffi-Netz wird dadurch größer und die Taktung dichter. Dafür braucht es eine Reihe von Infrastrukturprojekten, wie den Ausbau am Standort Steyrergasse Süd.
Werkstätten und Remise Steyrergasse
Der Fuhrpark der Graz Linien wird erweitert und modernisiert. Zwischen der Steyrergasse und dem Schönaugürtel entsteht mit der neuen Werkstätten- und Remiseninfrastruktur eines der wichtigsten Ausbauprojekte der Holding Graz in den kommenden Jahrzehnten. Damit können die Straßenbahnen der Graz Linien dem Stand der Technik entsprechend und vor allem zentral gewartet werden. Zudem werden Altlasten saniert und das Dach für eine Photovoltaikanlage genutzt.
Maintenance Graz Linien
Für den weiteren Öffi-Ausbau und neue Straßenbahnen entsteht ein zusätzlicher Bedarf an baulicher Infrastruktur für Abstellung und Wartung. Die Bauarbeiten in der Steyrergasse sind Teil des Großprojekts „Maintenance Graz Linien“, das eine Kombination aus zukunftsweisendem Umweltprojekt und notwendiger Betriebserweiterung ist.
Der Zeitplan:
Wir bauen laufend für Sie, wir verbessern Ihre Infrastruktur auch im Bereich der Straßenerhaltung und der Wasserwirtschaft! Über den Link im Teaser unterhalb finden Sie zusätzliche Infos zu aktuellen Baustellen.
Umbau des Tummelplatzes:
Vom Platz zum Zähmen und Zureiten von Pferden im 16. Jahrhundert über den beleuchteten „Ufolandeplatz“ samt Fußgängerzone anno 1991 bis zum grünen Freiluftwohnzimmer – die Anforderungen an den Grazer Tummelplatz haben sich im Laufe der Zeit massiv geändert und die Sanierung des desolaten Platzes wurde immer dringlicher.
Somit starten Mitte Februar 2026 die Bauarbeiten für den klimagerechten Platz nach den Plänen von konstruktiv Architektur & weeSt Architekten, die Fertigstellung ist für Sommer 2027 vorgesehen. Die Aufgabenstellung war eine durchaus herausfordernde. Gilt es doch das Areal zu begrünen, sowohl Ruheflächen als auch gute Wegeverbindungen für den Fuß- und Radverkehr unter einen Hut zu bringen, genügend Raum für Märkte zur Verfügung zu stellen und für Grazer:innen aller Altersgruppen einen Platz zum Verweilen sowie zum Entfalten zu schaffen.