Graz bekommt nun flexible Radabstellbügel

Das Forschungsprojekt "DrückMichi" untersucht die Möglichkeiten und Akzeptanz einer flexiblen Nutzung von innerstädtischen Parkflächen durch Pkws und Fahrräder mithilfe eines innovativen Radbügels.

 

"DrückMichis" sind auf Pkw-Parkplätzen montierte, flexible Radabstellbügel, die bei Bedarf aus- bzw. wieder eingeklappt werden können. Anstatt Pkws aus zentralen innerstädtischen Lagen zu verdrängen, vertritt "DrückMichi" einen Kompromissansatz. Lieferwägen, Autos, einspurige Kfz etc. können nach wie vor Parkplätze nutzen, bloß dass diese nun gleichermaßen von Rädern belegt werden können. "DrückMichi" ist zudem eine kostengünstige Maßnahme zur Radverkehrsförderung.

 

Diese innovativen Radbügel werden zum ersten Mal in Österreich temporär für einen Zeitraum von 8-14 Monaten umgesetzt. Im Herbst 2020 startet die erste Testphase auf dem BesucherInnenparkplatz der Holding Graz in der Steyrergasse 113a. Weitere Standorten sind geplant. Mit Ende der Projektlaufzeit werden die Radständer wieder abmontiert. Die Nutzung der Radständer wird im Zuge des Projektes über die gesamte Dauer evaluiert.

 

"DrückMichi" ist ein Forschungsprojekt der StadtLABOR GmbH, der TU Wien (Forschungsbereich Verkehrssystemplanung) und der Innovametall Stahl- und Metallbau GmbH. "DrückMichi" wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ gefördert. Die Abwicklung der Förderung erfolgt über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft (FFG). 


Im Frühling 2020 hat das MOBILITY LAB Graz (in Kooperation mit dem DrückMichi-Projektkonsortium) einen Ideenwettbewerb „Nimm Platz! – DrückMichi“ auf der Open Innovation Plattform ausgeschrieben. Gesucht wurden kreative Ideen für die Umsetzung innovativer und flexibler Radbügel im Parkraum. Basierend auf der Gewinner-Idee von Oliver Gutschy wurde ein Prototyp gefertigt.

 

Nähere Informationen: https://ideas.mobility-lab.at/de/ideas.mobility-lab.at?backlink=de/competitions_all

 

Die SIEGERIDEEN:

 

  • Platz 1/Radbügel mit Stadt- und Nutzerfokus von Oliver Gutschy: Das Gewinnerprojekt überzeugt durch seinen klaren Mechanismus, seine nutzerfreundliche Bedienbarkeit und sein ästhetisch ansprechendes Design. Verschiedene Ausführungsvarianten ermöglichen einen flexiblen und breiten Einsatzbereich.
  • Platz 2:/ZIEH MICHi AUS von Benedikt Widy: Dieser Entwurf sieht eine Kombination aus einem extrem robusten, klappbaren Bügel und einem geschützt liegenden, sich selbstaufrichtenden Pfosten vor. Der Pfosten samt Schutzrahmen ist in die Randsteine des Gehsteigs integriert, kann aber nach Bedarf auch in den Bodenbelag versenkt werden. Somit ist der Bügel robust und standsicher.
  • Platz 3/Topple O von Johannes Mayer: Der dritte Platz besticht durch seine Einfachheit und Eleganz. Die Konstruktion sieht eine mit einem Stahlbügel ausgestattete Einbuchtung auf dem Parkplatz vor. Der Bügel klappt durch das Gewicht des Rads hoch und durch sein Eigengewicht zurück. 


Infos zum MOBILITY LAB Graz:

Das MOBILITY LAB fördert den Wandel der Mobilität in Richtung mehr Lebensqualität im urbanen und Stadtgrenzen überschreitenden Verkehr. In insgesamt vier Themenschwerpunkten werden Innovationsvorhaben mit dem Ziel unterstützt, Forschungsergebnisse und neue Lösungen schneller auf den Markt zu bringen. Das MOBILITY LAB wird vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie vom Land Steiermark und der Stadt Graz unterstützt. 

 

Open Innovation Plattform des Mobility Lab Graz – Raum für kreative Ideen:

Mit der Open Innovation Plattform (https://ideas.mobility-lab.at/) möchte das Mobility Lab Graz BürgerInnen in die Entwicklung und die Umsetzung innovativer Mobilitätslösungen in Graz und Graz-Umgebung miteinbeziehen – als IdeengeberIn, Co-Creator/MitentwicklerIn, Testperson oder FeedbackgeberIn. Um immer aktuelle Infos zu bekommen, melden Sie sich jetzt auf der Plattform an und werden Sie Teil der Mobilitäts-Community in Graz! 




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