Schloßbergbahn ist Teil des Graz Kulturjahres 2020

Kulturstadtrat Günter Riegler lud am 17. August 2020 mit der Kombination aus neuer Beleuchtung und einer spannenden Installation des Künstlerduos studio ASYNCHROME zu einer Fahrt der besonderen Art auf den Schloßberg ein.

 

Seit Anfang Juli, als die Corona-bedingte Pause des Graz Kulturjahres 2020 zu Ende ging, standen bereits wieder über 50 Veranstaltungen und Projekte am Programm. Eines davon wurde nun in besonders prominenter Platzierung eröffnet - in der Schloßbergbahn.


Space*Object*Inbetween: Installation des Künstlerduos studio ASYNCHROME

Im Rahmen der Installation Space*Object*Inbetween verwandelte sich die Schloßbergbahn unter der Leitung des Grazer Künstlerduos studio ASYNCHROME in eine utopische Zone. Das neue Kunstprojekt begeistert auch Kulturstadtrat Günter Riegler: "Die Projektidee vom studio ASYNCHROME, Marleen Leitner und Michael Schitnig, für das Kulturjahr 2020 hat sofort die Herzen von uns allen erobert. Die Schloßbergbahn mit ihrem einzigartigen Rundblick gleichermaßen als Aussichtspunkt und als mobile Galerie zu nutzen, war schon an sich eine hervorragende Idee. Die künstlerische Erzählung, nämlich mit dem Begriff der Transparenz zu spielen und zugleich die Fragen unserer Vernetzung in der digitalen Welt zu diskutieren, liegt genau im Kern der Grundidee des Calls für 2020 und gab letztlich den Ausschlag für die Realisierung des Projekts. Hinzu kommen die vielfältigen technischen Herausforderungen, die in der Umsetzung zu meistern waren."

Die Schloßbergbahn verwandelte sich in eine utopische Zone. © Foto Fischer

 

Ein Jahr dauerten die Vorbereitungen für das Künstlerprojekt insgesamt, innerhalb einer Woche wurden mit Hilfe einer technisch innovativen Spezialfolie Zeichnungen des Duos auf die Glasfronten der Seilbahnkabinen affichiert, die Strukturen, Netzwerke und Zusammenhänge sichtbar und erlebbar machen. Der Ausblick auf die Stadt, also das analoge Panorama, wird so von einem digitalen Panoptikum überlagert, das erlaubt, neue Perspektiven und Möglichkeitsräume zu entdecken und selbst Teil der Zeichnungen zu werden. "Wir sehen die Schloßbergbahn als transparente Zeitkapsel, die in Relation zu Zeit und Bewegung als utopische Zelle funktionieren kann. Die Zeichnungen verschmelzen mit dem Stadtraum und laden die Besucherinnen und Besucher in den Überlagerungen zum Gedankenexperiment ein. Die Transparenz bedingt für uns die Möglichkeit, hinter die ,Fassade' des vordergründig Sichtbaren zu blicken", erklären Marleen Leitner und Michael Schitnig, die beiden Künstler, die hinter dem Namen studio ASYNCHROME stehen.

 

Grazer Schloßbergbahn als kulturelles Erlebnis - mit neuer Beleuchtung

 

Als größtes kommunales Dienstleistungsunternehmen in der Steiermark ist die Holding Graz Hauptsponsor des Kulturjahres. Wolfgang Malik, CEO der Holding Graz: "Die in Graz so kreative Kunst- und Kulturszene bietet auch für unser Unternehmen unzählige Möglichkeiten zur Kooperation. Die Grazer Schloßbergbahn wird nun selbst künstlerisch in das Kulturjahr 2020 miteinbezogen, was uns besonders freut. Sie ist eines der zentralen touristischen Ziele der steirischen Landeshauptstadt und befördert ihre Fahrgäste bereits seit 1894 auf das Wahrzeichen der Stadt Graz - den Schloßberg. Im vorangegangen Jahr 2019 nutzten rund 512.400 Fahrgäste die Schloßbergbahn, insgesamt wurden 22.840 Fahrten mit der Seilbahn verbucht und so mehr als 9.200 Kilometer zurückgelegt. In den kommenden Wochen werden all jene, die die Bahn nutzen, zusätzlich auf das großartige Projekt von studio ASYNCHROME aufmerksam."

Roman Grabner (Leiter BRUSEUM / Neue Galerie Graz), Marleen Leitner (studio ASYNCHROME), Günter Riegler (Kulturstadtrat) und Wolfgang Malik (CEO Holding Graz) freuen sich über das neue Projekt des Graz Kulturjahres 2020 (v.l.n.r.). © Foto Fischer

 

 

Im Zuge der Installation Space*Object*Inbetween wurde durch Unterstützung der Holding-Beteiligung Graz Freizeit die komplette Kabinenbeleuchtung der Schloßbergbahn erneuert. "Mit der künstlerischen Verwandlung der Schloßbergbahn durch das Grazer Duo studio ASYNCHROME wurde ein neues, kulturelles Erlebnis und eine kreative Bereicherung rund um den Grazer Hausberg geschaffen, die wir mit der neuen Kabinenbeleuchtung im wahrsten Sinne des Wortes ins ,rechte Licht' gerückt haben", freut sich Michael Krainer, Geschäftsführer der Graz Freizeit, über das Kunstprojekt.

 

Christian Mayer, Programm-Manager vom Graz Kulturjahr 2020, freut sich über dieses Highlight des Graz Kulturjahres ganz besonders: "Die spektakuläre Technik zu diesem Projekt wurde eigens entwickelt und gilt als weltweit erste Installation dieser Art. Das Projekt von studio ASYNCHROME steht daher auch paradigmatisch dafür, dass die zentralen gesellschaftlichen Lebens- und Wirkungsbereiche zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Kunst gemeinsam nicht nur zum Gelingen eines richtungsweisenden Kunstprojekts, sondern vor allem zur positiven Entwicklung einer Stadt beitragen."

Günter Riegler (Kulturstadtrat), Roman Grabner (Leiter BRUSEUM / Neue Galerie Graz), Marleen Leitner (studio ASYNCHROME) und Wolfgang Malik (CEO Holding Graz) genießen den Ausblick aus der künstlerisch inszenierten Schloßbergbahn (v.l.n.r.). © Foto Fischer

Die Installation des Künstlerduos in der Schloßbergbahn kann noch bis Ende März 2021 besichtigt und erlebt werden.




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