Akkus & Co. im Abfall: Neue Kampagne klärt auf

„Gar nicht retro“: Eine neue Informationskampagne der Holding Graz gibt Infos zur richtigen Entsorgung von Akkus, Batterien & Co. Dabei geht es auch um die Verringerung von Brandgefahren.
Von Mitte März bis Mitte April 2026 startet die Holding Graz im gesamten Grazer Stadtgebiet eine umfassende Informationskampagne unter dem Motto „Richtig entsorgen und Brände vermeiden: Keine Lithiumakkus und Batterien im Restmüll“. Die Initiative rückt die enorme Brandgefahr durch falsch entsorgte Akkus in den Fokus und setzt gleichzeitig ein starkes Zeichen für mehr Kreislaufwirtschaft und Ressourcenschutz.
Brandgefahr durch falsch entsorgte Akkus nimmt zu:
Lithiumbatterien können sich bei Beschädigung oder Kurzschluss entzünden und Brände in Müllfahrzeugen, Containern oder Abfallanlagen auslösen. Das zeigt sich auch in der Praxis: In der Abfallbehandlungsanlage der Holding Graz kommt es mehrmals pro Woche zu Feueralarmen, ausgelöst durch falsch entsorgte Batterien im Restmüll.
Studien unterstreichen diese Entwicklung deutlich:
Besonders bei jungen Menschen ist das Wissen über richtige Entsorgung geringer ausgeprägt.
Zentrale Botschaft: Batterien gehören nicht in den Restmüll!
Die neue Kampagne der Holding Graz widmet sich diesem Problem mit einer klaren, einprägsamen Aussage: „Batterien und Akkus gehören nicht in den Restmüll. Wer sie richtig entsorgt, schützt Umwelt und Menschen – und verhindert Brände. Für Sicherheit und Umweltschutz“. Über eine breite Palette an Kommunikationskanälen – von Print und Online über Social Media, Hörfunk, Newsletter und Werbeanzeigen bis hin zu Info-Flyern und Maßnahmen an den Abfallsammelstellen – wird die Bevölkerung auf die Risiken aufmerksam gemacht. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die kostenlose Graz Abfall-App, die umfassend über richtige Trennung und Sammelstellen informiert.
Visuell setzt die Kampagne auf vier Retro-Sujets, die unter dem Slogan „Gar nicht retro: Richtig entsorgen und Brände vermeiden“ humorvoll darauf hinweisen, dass bewusste Abfalltrennung immer zeitgemäß ist.
So funktioniert die richtige Entsorgung:
Batterien und Akkus können einfach, sicher und kostenlos abgegeben werden – etwa
Jede korrekt abgegebene Batterie erhöht die Sicherheit in Abfallanlagen, reduziert Brandgefahr und schützt die Umwelt. Denn beschädigte Lithiumakkus können giftige Stoffe freisetzen. Durch richtige Sammlung bleiben Schadstoffe aus dem Restmüll fern und wertvolle Rohstoffe – etwa Nickel, Kobalt, Lithium, Kupfer oder Silber – können recycelt und in den Ressourcenkreislauf zurückgeführt werden.
Unterhalb finden Sie Statements zur Kampagne!
(Foto oben: Gert Heigl, Alice Loidl, Manfred Eber/v. l.)
Beteiligungsstadtrat Manfred Eber: „Falsch entsorgte Batterien und Akkus stellen ein reales Sicherheitsrisiko dar – für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Abfallwirtschaft ebenso wie für die Bevölkerung. Viele wissen nicht, dass auch Alltagsgegenstände wie Einweg-E-Zigaretten, blinkende Schuhe, Spielzeuge oder Geräte mit fix verbauten Akkus Batterien enthalten. Die Kampagne hilft dabei, mehr Bewusstsein und Verantwortung im Umgang mit Batterien und Akkus zu schaffen und damit die Sicherheit zu erhöhen.“
Holding Graz CEO-Gert Heigl: „Die nunmehrige Kampagne soll das Bewusstsein schärfen, dass korrekt getrennter Abfall ein wichtiger Teilbereich für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft ist und insbesondere die richtige Entsorgung von Lithiumakkus und Batterien für die Sicherheit und den Umweltschutz bedeutend sind. Eine kundenorientierte Kommunikation und nachvollziehbare Informationen für die Grazer:innen sind daher besonders wichtig.“
Holding Graz-Vorstandsdirektorin Alice Loidl: „Sicherheit hat oberste Priorität. Die steigende Zahl an Bränden zeigt, wie wichtig richtige Entsorgung ist – vor allem bei Akkus. Brände durch Lithiumbatterien bedeuten für uns nicht nur einen erheblichen technischen und organisatorischen Aufwand, sondern führen auch immer wieder zu gefährlichen Situationen für unsere Mitarbeiter:innen. Prävention durch Information ist daher essenziell.“