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Mei­len­stein bei Spei­cher­ka­nal Ma­ria­trost

Eine große Röhre liegt in einer Grube; Bauarbeiten in Graz.
© Holding Graz/Schrotter

Im Rahmen des zweigleisigen Ausbaues der Linie 1 im Bereich Hilmteichstraße wird ja auch ein neuer, dringend notwendiger, Speicherkanal errichtet. Dabei gab es nun einen Meilenstein – die Tunnelbohrmaschine hat bereits ein Drittel des notwendigen Tunnels gebohrt.

Der Speicherkanal mit rund 630 lfm Länge in der Hilmteichstraße sowie die notwendigen Anschlüsse des bestehenden Kanalnetzes in der Stenggstraße, der Unteren Schönbrunngasse sowie der Hilmgasse. Des Weiteren werden Drossel- und Überlaufbauwerke umgebaut und errichtet. Der Speicherkanal befindet sich unter den Schienen in 5 bis 10 Metern Tiefe.

Er hat einen Innen-Durchmesser von 2,0m und wird im „Microtunneling-Verfahren“, also mittels einer Bohrung, unterirdisch errichtet. Am 25. Februar wurde die Bohrmaschine aus der südlichen Zielgrube gehoben, ab sofort bohrt sie in die andere Richtung.

Was macht die Errichtung so wichtig?

Im Mariatrostertal bestehen derzeit zahlreiche Mischwasserkanäle, also Kanäle, in denen sowohl Schmutz- als auch Regenwasser abtransportiert werden. Bei starkem Regen fließen jedoch so große Mengen an Regenwasser zu, dass diese nicht mehr aufgenommen werden können – es kommt zu einem planmäßigen Überlaufen der Mischwasserkanäle an sogenannten „Entlastungen“ in den Mariatrosterbach.

Diese Entlastungen von stark verdünntem Schmutzwasser stellen natürlich eine Verschmutzung der Bäche dar und belasten die Ökologie. Deshalb sollen die Entlastungen auf ein Minimum reduziert werden, wofür ein Speicher erforderlich ist. In diesem Speicher werden die anfallenden Mischwassermengen aufgefangen und nach Ende des Regens an die Kläranlage weitergeleitet, wo die Abwässer gereinigt werden.